It is currently 18.10.2019, 23:55

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 2 posts ] 
 Ein Welpe kommt ins Haus - die ersten Tage! 
AuthorMessage
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 04.2011
Posts: 12460
Gender: Female
Highscores: 1
Wohnort: Ansbach
Vorname: Andrea
Barfer: Ja
 Ein Welpe kommt ins Haus - die ersten Tage!
Die Vorbereitung zum Abholen

  • Der Welpe bekommt beim letzten Besuch eine, seine künftige Liegedecke beim Züchter hinterlassen, damit sich der Kleine, durchaus der ganze Wurf, geruchsmässig verewigen kann und vertraute Gerüche hinterlässt.

    Der Welpe wird mindestens drei Stunden vorher nicht mehr gefüttert, eine Stunde vorher kein Wasser mehr, damit er sich im Auto nicht gleich in die Hosen machen muss, was Stress verursacht.

    Er muss sich vor Antritt der Fahrt entleert haben können. Ein guter Züchter gewöhnt den Wurf oder einzelne Welpen schon vorher an das Autofahren und sogar an eine leichte Leine. Und einen Futterplan mit Übergangs-Rationen gibt er auch mit.

Der Transport, die Gewöhnung ans Auto und den neuen Aufenthaltsplatz im Auto

  • Ausgiebig und in aller Ruhe das Auto „zeigen", also beschnuppern lassen, mit ruhigen Kommentaren begleiten, damit der Welpe Vertrauen fast zu dem Ding, in dem er gleich eine zeitlang verbringen muss.

    Er darf dabei aber nicht ein einziges Mal in den Sitzraum der menschlichen Passagiere, damit er sich nicht umgewöhnen muss an seinen ständigen und einzig richtigen, nämlich vor Aufprall und Stürzen sicheren Platz.

    Nicht nur wegen der Hunde-Haftpflichtversicherung. Dazu nimmt man beim letzten Besuch des Züchters eine Decke mit, in der er dann beim Einsteigen in den Hundeplatz seinen vertrauten Geruch wiederfindet. Alles soll dazu dienen, ihm den völlig neuen Aufenthalt angenehm zu machen. Damit er künftig gern Auto fährt und dies nicht als Stress empfindet.

    Es ist etwas anderes, den gesamten Wurf, womöglich mit Mutterhündin, ans Autofahren zu gewöhnen, und meist mit einem anderen Auto mit eben anderen Gerüchen und Geräuschen, als ihn mutterseelenallein hinten herumtorkeln zu lassen.

    Das Alleinbleiben im Auto muss er auch erst lernen, durch sanfte und stete Gewöhnung.
    Fein heraus ist, wer einen zweiten autogewöhnten und eben erfahrenen Hund als Unterstützung dabei hat.
    Haben Sie keinen zweiten?

    Leihen Sie sich eine normale Hündin aus dem Freundeskreis. Rent-a-female.

    Immer zu zweit abholen. Denn nun steigt eine Person zu ihm in den Laderaum, und kann ihn so beschäftigen/ablenken. Dann erst wird der Wagen angelassen. Er muss sich auch an diese neuen Geräusche und Gerüche gewöhnen. Die Ablenkung einer Person hilft dem Welpen, in keine Panik zu verfallen, wenn sich seine neue Hundehütte bewegt.

    Und gleich in die erste Kurve. Er wird bald lernen, sich dagegen zu stemmen. Profis ahnen sogar den Kurvenverlauf voraus (weil sie immer auf den Verkehr nach vorn gucken) und stellen sich drauf ein.)
    Gewöhnung ist alles.

    Das erste Ziel, bei dem das Auto anhält und er raus darf, das wird er sich als angenehm oder unangenehm einprägen: Sie haben die Wahl zwischen Wald, Wiesenblumen oder dem antiseptischen Geruch der Tierarzt-Praxis oder den Benzindüften und Glasscherben auf Autobahn-Raststätten.

Die Fahrt, die Pausen und das Ziel

  • Künftig wird der Pilot (der kein Angeber und kein Anfänger sein darf) fahren wie mit einem Krankentransporter, soll der Hund Autofahren nicht zum ****** finden. Also ruckfrei, keine überflüssigen Beschleunigungs- und Notbremsungsmanöver. Pferdetransport-Gespann-Fahrer wissen dies.

    Tiere müssen sich auf dieses Verhalten erst gewöhnen, wie Sie bei der ersten Fahrstunde. Dehnen Sie die erste Etappe nicht über eine Stunde hinaus. Nichts ist rückfälliger, als das Wasserlassen und gar den ersten Durchfall im Auto zu haben.

    Dem Welpen, der von seiner Mutter ständig entsorgt wurde und sein Lager sauber hielt, ist das „peinlich". Er fühlt sich unwohl im eigenen Dreck. Also frühzeitig in ein entlegenes Waldstück oder eine Wiese, ohne jegliche Ablenkung oder gar Picknick-Glasscheiben am Boden, ohne Gestank einer Tankstelle; sondern richtig angenehm.

    Der Welpe wird noch im Auto angeleint! Sonst gibt es den ersten Stress mit Geschrei und der Welpe flitzt davon! Also genau das, was in der Erziehung für einen Monat zurückwirft. Alle Anfangsfehler gleich in einer halben Stunde. Vielleicht sitzt er sogar ab, reiner Zufall, während Sie ihn mit ruhigen Worten geduldig und ohne Gezerre anleinen. Dann loben Sie ihn gleich dazu.

    Das Halsband darf nicht über den Kopf rutschen! Es soll ihn natürlich auch nicht würgen. Nicht unkontrolliert springen lassen, sondern herausheben, wenn die Ladekantenhöhe des Autos höher ist als er selbst. Also meist. Denn sein Knochenbau und seinen Bänder und Sehnen sind noch alles andere als stark genug, um solche Sprünge ohne späteren Schaden zu überstehen. Dann sofort auf den Boden setzen!

    Ziehen Sie ihn von Anfang an nie! Und vor allem darf nicht jeder an ihm dran herumzerren! Nun lassen Sie ihm die Zeit, sich umzusehen und zu schnuppern, keine Eile! Kein Stress. Unter Stress kann niemand sein Geschäft verrichten. Oder er wird gleich zu Anfang ein nervöser Typ. Passen Sie auf, wohin er latscht und riecht! Bei Hundekot mit Verbotshörzeichen „Nein" wegziehen, aber nur kurz. Dann die Leine wieder locker lassen, damit ihm die Leine nicht als Folterinstrument bekannt wird. Eine angespannte Leine spannt den Hund an, eine lockere macht den Hund locker.

    Die Leine ist nämlich die Verlängerung von Ihnen.
    Dann wieder reinheben. Die meisten Autos, beziehungsweise der Ladekantenhöhe sind noch Gift für den jungen Muskel- und Knochenbau. Er schafft es sowieso nicht. Er soll sich auch beim Reinklettern nicht gleich verletzen. Wäre wieder ein Rückschlag bis zu dem Zeitpunkt, wo sie glauben, er packt es, er will selber rein. Drinnen wieder loben, vielleicht ein Leckerle als Belohnung. Und dann die Heckklappe zuschlagen, damit seine Rute gequetscht wird? Aha. Ruhig und sicher zudrücken, währenddessen den Hund beruhigen, denn diese Klappe ist für ihn so gewaltig, wie es ein Riesenzugtor einer mittelalterlichen Burg für sie als Kind wäre.

    Zu Hause werden keine Besuche empfangen, auch und vor allem nicht der Kindergarten der Nachbarn oder verknuddelnde Tanten und nicht der Hund des Nachbarn. Der junge Hund ist sowieso gestresst. Zu viel Informationen an diesem Tag. Ruhe! Er muss sofort auf sein neues Klo geführt werden! Damit da nicht gleich das nächste Zuordnungsproblem auftaucht und sich niederlässt. In seinem Garten darf er dann schnüffeln, bis ihm die Luft ausgeht. Sein Revier! Passen Sie auf seine unruhigen Beschnupperungen am Boden auf. Er sucht. Er sucht seine Duftmarken und die seiner Welpengeschwister oder seiner Mutter.

    Dieses Hinweisschild „Hier ist Euer Klo" ist aber nicht da. Alles klinisch rein. Er muss aber dringend. Beruhigen Sie ihn mit ein paar Worten, womit aber kein nervöses Zuquatschen gemeint ist. Dann, wenn er sich krümmt, oder sich mit dem Heck ablässt, dann loben Sie ihn mit Worten über den - grün gewesenen - Klee und streicheln ihn.

    Er weiss dann, so etwa nach fünf, sechs Tagen der konsequenten Wiederholung, und nach korrigierenden Rückschlägen, hier ist mein Klo, hier darf ich es machen. Es liegt an Ihrer Konsequenz, wie schnell Sie und Ihre Familienmitglieder das hinkriegen. Sagen Sie nie: der Hund macht hin, wo er will! Ihm wurde ein neues Klo vor die Tür gesetzt.

    Er lernt schneller, als Sie glauben, wenn Sie es ihm logisch zeigen. Er wird nie gestraft, wenn es nicht gleich klappt, oder wenn er sich im Spiel vergisst. Das tun viele Welpen noch - wie auch Menschenkinder. Aber die haben Windeln haben - schon vergessen? Wenn er am falschen Ort ansetzt, sofort am Kragen hochnehmen, dann tritt eine biologisch-automatische Tragestarre ein, damit er sich nicht durch Zappeln verletzt, und ein deutliches, also kein gutgemeintes „Nein" dazu, damit er sich dieses Verbots-Hörzeichen gleich einprägt. Dann wird er auf sein Freiluft-Klo geführt, dort wird gewartet, bis er ansetzt, das Wasser zu lassen, dann wird er gelobt. So ist es logisch.

    Und wenn es doch mal passiert, und das wird es, nie schütteln, das versteht der Welpe als totschütteln. Und das wollten Sie nicht, oder? Setzen Sie ihn dorthin ab, wo er machen soll. Bei Erfolg loben. So prägt er sich das ein.

    Pfützen und Festeres werden danach mit ungiftigen Geruchsneutralisierern gereinigt. Er soll seinen Geruch hier nicht wiedererkennen. Denn dies würde bedeuten, hier war mein Klo, hier darf ich es.

Wiederholung und Konsequenz machen den Erfolg.

  • Und dann ist erst mal Ruhe, wenn er seinen Rückzugsplatz gefunden hat. Schliesslich sind Sie nun auch fix und foxi. Im Übrigen wird der Hund, und sei er noch so niedlich, ausser dem Blitztransport zum richtigen Hundeklo, nie getragen! Er ist ein Lauftier und nicht krank! Nur ins Auto, anfangs keine Treppen, vor allem keine glatten und durchsichtigen, da kann er auf den Arm genommen werden.

    Aber wie richtig tragen? Eine Hand unter den Brustkorb und Hals, die andere unter das Gesäss schieben. Kinder tragen den Hund nicht, denn sie könnten ihn fallen lassen. Nicht, dass sie der Hund was täte, aber es macht ihm das Tragen nicht angenehmer. Er ist kein Teddybär, kein Spielzeug!

    Die wichtige Prägephase gilt für alle jungen Hunde zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche. Man nehme daher bitte auch den entzückendsten Welpen ernst - und nicht als Ersatzbaby.

Das missverstandene „Sauberkriegen"
  • Ich zitiere einen ganz einfachen, aber sehr bündigen Passus aus dem 1975 erschienenen Buch „Der unverstandene Hund" von Tierarzt Dr. Ferdinand Brunner im Kapitel „Schwierigkeiten mit der Stubenreinheit und deren plötzlicher Verlust": „Wenn man das Pech hat, ausgerechnet zur unwirtlichen Herbst- oder Winterszeit einen jungen Hund zu bekommen, dann sind die Schwierigkeiten mit dem Stubenreinwerden besonders gross. Begreiflich, denn wie soll sich der Hund lösen - Schliessmuskel erschlaffen lassen - wenn er vom angenehm warmen Zimmer in das rauhe, kalte Wetter ins Freie geführt werden muss.

    Schwierigkeiten bereiten auch Hunde, die viel länger als üblich in einer Zwingeranlage gehalten wurden, ehe man sie an ihren endgültigen Besitzer in einer Grosstadt verkaufte."
    Er muss erst sein neues Klo kennen lernen. Er muss auch lernen, dass dies nicht im Haus ist - für ihn. Er muss bestimmt, aber ohne Zorn, im Ansatz des unruhigen Suchens (Herumschnüffelns) am Boden nach dem vermeintlich richtigen Ablass-Ort scharf beobachtet ( Vorsicht! Das geht ganz schnelll!) und beim Absenken des Hinterteils, bevor er Wasser lässt, mit einem Verbotshörzeichen „Nein" aufgehoben und an seinen künftigen Bestimmungsort gehievt werden.

    Dort wird gewartet, und zwar stressfrei und kommentarlos, dass er dort sein Geschäft verrichtet. Tut er es, wird er über den grünen Klee gelobt. Dies muss konsequent mehrmals geübt werden.
    Zum Vergleich: Kleinkinder tragen drei Jahre lang eine Windel. Und Hunde sind vom natürlichen Wurflager aus reinliche Tiere. Die Mutter reinigt sie und beseitigt den festen Stoffwechsel. Dann kommt die völlig neue Situation und die völlig neue Hausordnung.


Hunger, Müdigkeit oder Spiel, alles auf einmal


  • Anstrengend, das alles, was wir ihm zumuten. Er hat sich das alles nicht ausgesucht, sondern wir ihn! Also machen wir es ihm angenehm. Aber nicht bequem. Er muss nun in den nächsten Wochen die neue Hausordnung kennenlernen. Er wird sich es bequem machen wollen.

    Zunächst hat er aber einfach einen Bärenhunger. Es sei denn, Sie haben ihn schon so gestresst, dass ihm das Fressen vergangen ist. Oder er ist zu müde. Erst mal ne Runde poofen. Sie geben ihm in seine Schüssel die Portion, die Ihnen der Züchter als Übergangsration aufgeschrieben hat. Und zunächst dasselbe Futter. Da gibt es grosse Unterschiede, und jeder weiss es noch besser. Fragen Sie einfach den Tierarzt.

    Wenn Sie wechseln wollen, machen Sie dies nicht auf einmal, sondern setzen vom neuen Futter immer ein bisschen mehr zu, damit sich sein Magen und seine Nase umstellt.

    Dabei werden auch noch viele alte Zöpfe gepredigt. Knochen und Milch sind tabu. Im Zweifel den Tierarzt fragen. Auch für die Aufzucht der Welpen sollte in keinem Fall mehr als 28 Prozent Rohproteinen gegeben werden. Immer mehr Hersteller begreifen, dass hier nicht viel gleich gesund ist. Es gibt beim benötigten Calcium-Haushalt eine Über- und eine Unterversorgung.

    Knochen verstopfen erstens nur, zweitens ist das keine Mahlzeit, wie man heute besser weiss, drittens sind seine zwar spitzen, aber weichen Zähne nicht für solche Dinger geschaffen. Erst wenn sie gewechselt sind und fest sitzen sollen, dann braucht er Nageersatz in Form von Büffelhautknochen. Vorher braucht er andere verdauliche Gegenstände, an denen er herumnagen kann - statt an Händen, antiken Möbelfüssen, Handbesen oder giftigen Putzmittelflaschen. Oder Schuhe. Alle für ihn erreichbaren Haushalts-Reinigungsmittel sind sicherzustellen.

    An den spitzen Zähnen darf sich auch nichts einhängen oder daran gezogen werden, das gibt eine Fehlstellung des Gebisses, wenn nicht gar ein Zahn rausreisst.

Wo hinlegen, wo schlafen, wo sind seine Geschwister?

  • Das wird ein Drama: Irgendwann wird der Kleine seine Geschwister vermissen, nachdem er müde geworden ist. Er sucht die Körperwärme seiner Geschwister. Aber wo hinlegen? Legen Sie sich zu ihm auf den Boden, oder besser gleich auf seinen zugfreien, nicht an den vielfrequentierten Plätzen, sondern an seinem Rückzugsraum.

    Das kann für die ersten Tage zur Eingewöhnung ein Platz neben Ihrem Bett sein.

    Nie im Bett! Das Bett, überhaupt Ihre Plätze sind für den Welpen von Anfang an tabu. In einer intakten Hundefamilie würde sich ein rangniederer Hund nie erlauben, sich auch nur entfernt in die Nähe des Rudelführers zu legen.

    Wenn, dann lässt sich schon mal der Rudelführer zu ihm hernieder. Aber nur als Fürsorglichkeit. Der Hund will auch nicht auf oder ins Bett, sondern auf den Rang (Thron) des Bosses. Ob das ein warmes Bett ist, ist ihm zunächst egal. Die meisten Leute lügen sich an, wenn sie glauben, der Hund wolle zu Ihnen. Nein, der will nur das, was er kriegen kann. Also, runter vom Bett. Und wenn es 20mal sein muss. Er ist hartnäckig. Aber er darf am Bett schlafen, wenigstens für die erste Nacht. Weil ihm die Sehnsucht zu seinen Geschwistern zum Heulen ist. Das ist Gruppenkontaktheulen. Eine soziale Singstunde.
    Er braucht Körperkontakt.

    Will der Welpe raus und rauf auf das Bett - also zu Ihnen - dann hilft nur eiserne, geradezu ermüdende Konsequenz: „Nein". Runter, Hand auf den warmen kleinen Körper legen, über die Kruppe oder noch besser mit dem Finger leicht und zart über die Stirn (Jargon: Stop) streichen. Das beruhigt. Ihre Hand schläft ein. Alles ist gut.

Fress- und Tischsitten


  • Auch wenn dies in den entsprechenden Kapiteln bereits behandelt wurde: es ist von grosser erzieherischer Wirkung, wenn man gewisse Hausordnungen von Anfang an festlegt, und nur bei eigenen Fehlern korrigiert. Hunde sind Gewohnheitstiere, sie lieben feste Ordnungen.

    Und Welpen brauchen gewissen Ordnungen, schon, um ihren Stoffwechsel kontinuierlich aufzubauen. Und der Halter hat nach dem ersten Stress - wann frisst er, wann pinkelt er, wann kackt er (immer und immer dann, wenn Sie es nicht erwarten...) - langsam die Zeiten im Griff, er lernt den Welpen beim Wichtigsten kennen.

    Fressen, Verdauen und Entleeren. Der Hund hat seinen von Anfang an ungestörten Platz, wo die Fress- und seine stets mit frischem Wasser gefüllte Schüssel steht. Dort, während des Fressens darf er nur zur Erziehungskontrolle des Rudelbosses (Sie und Ihr Lebenspartner, nicht aber Kinder!) „gestört" werden, damit er sich daran gewöhnt, dass er Vertrauen aufbaut (ihm keiner die Beute wegnimmt) und daher nicht zu knurren hat. Sonst wird er in Ruhe gelassen.

    Nachdem er aufgehört hat, seine Ration zu fressen, gibt man ihm noch zehn Minuten Frist, dann wird die Schüssel geleert. Keine Ausnahme. Nur so gewöhnt er sich das Nachfassen oder Schlecken über zig Stunden ab, so gewöhnen Sie ihn daran, das Sie sich auf seinen Stoffwechsel-Rhythmus einrichten können. Er soll ungestört, aber zügig seine Portion fressen.

    Wie viel? Anfänger, die das richtige Mass nicht im Gefühl haben können, verlassen sich auf die Ratschläge des Züchters oder Tierheimpersonals, wiegen von mir aus die Portionen ab.

    Wenn die Welpen aufhören zu fressen, haben sie genug. Mit der erwähnten Schonfrist. Basta mit der Pasta. Nicht nur bei Welpen besteht die Gefahr bei Feuchtfutter in warmer Jahreszeit oder überheizten Wohnungen, wenn es nicht nach dem Fressen entsorgt wird, dass sich im kleinen Magen durch das komfortabel gemachte Schlingen und durch das Verderben des Futters Gase bilden und den Bauch aufblähen.

    Kann auch bei aufgeweichtem Trockenfutter passieren, das im Magen wie ein hefe-ähnlich aufgehendes Konzentrat wirkt. Die Gefahr einer Magendrehung droht. Ich gebe ihnen Trockenfertigfutter aus schwedischer Herstellung, damit sie geduldig beissen und nicht schlingen. Andere mögen die zahnbelagputzende Brocken, die in der Grösse zum Welpen passen sollten, ein wenig einweichen. Aber da werden sie eher zum Schlingen verführt. Man kann es nach den Eigenschaften des Hundes entscheiden.

    Danach werden sie sofort auf ihre Stoffwechselplätze geführt, wenn sie es nicht schon selber tun. Beim Stoffwechsel gelobt, wenn sie es dort tun, wo Sie es als Halter das neue Hundeklo für richtig halten.

    Der neue Welpe muss dies ja wissen und gezeigt bekommen. Hunde sind saubere Wesen, sie beschmutzen ihr Nest nur, wenn der Mensch ihnen andere Möglichkeiten versperrt. Danach ruhen meine Welpen oder sie bewegen sich normal.

    Ab dem Zahnwechsel (endlich keine zerschundenen Hände und Hosen und Hemden mehr ...) bekommen sie ihre angepassten Rationen auf zweimal täglich verteilt.

    Ab einem guten Lebensjahr nur noch einmal. Bei extrem kleinen und extrem grossen oder schweren wie empfindlichen Rassen muss man bei erwachsenen Hunden immer zwei Rationen täglich geben.

    Vor Zusatzmitteln wird abgeraten. Es sind nur Überversorgungen, die nicht selten ungesund sind. Und sie bewirken nichts, kosten nur viel Geld. Ich spare nicht am Futter, aber das Teuerste ist noch lange nicht das beste. Das Billigste ist freilich oft das Teuerste, weil auf diese Rechnung meist noch die dann erforderliche Tierarzt-Behandlung draufschlägt.

    Wie auch immer Erfahrungen aussehen: Das richtige Mass zu finden ist leicht, Übertreibungen sind eher schädlich.

    Und das richtige Mass des Gewichts möge man nicht von seiner eigenen eventuellen Übergewichtigkeit auf den eigenen Hund übertragen, mitgefressen, mitgelitten. Zwei Drittel aller Hunde sind übergewichtig. Wie ihre Halter. Lieber schlank halten, da lebt der Hund länger, er belastet seine Gelenke nicht so schwer. Sonst freut sich der Tierarzt.

    Dass Fressen nur in der Hundeschüssel stattfindet, ist hundelogisch. Sonst erzieht man sie zu Bettlern. Es braucht nur eine Ausnahme. Denn der Hund ist streng und konsequent.

    Er lauert auf seine Gelegenheit, wartet wie ein Jäger. Und wenn doch was runterfällt, manche Menschen sind da irre selbstbelügend, dann hat er gewonnen. Merken Sie was, wie das geht, wer da wen „erzieht"? Sie werden verlieren, aber bemühen Sie sich und sagen Sie nie zu Ihrem Hund: Du Bettler! Es wäre eine völlig falsche Berufsbezeichnung: Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Da fängt er als ganz Kleiner an.

Quelle: hundezeitung.de /2000

____________________________________________
Liebe Grüße Andrea & Spike & Maja & Balu


12.04.2011, 12:28
Profile Visit website   Personal Album
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 04.2011
Posts: 12460
Gender: Female
Highscores: 1
Wohnort: Ansbach
Vorname: Andrea
Barfer: Ja
 Ein Welpe kommt ins Haus - die ersten Tage! (Teil 2)
Der erste Ausgang und die Überforderung

  • Ruhig spazieren gehen ist was anderes. Aber niemals Stress ausüben. Lassen Sie ihn neugierig sein. Lassen Sie ihn unten laufen, da, wo er hingehört. Und Kontakt aufnehmen zu anderen Hunden, wenn Sie deren Halter als sozial kennen!

    Schlechte Erfahrungen wird man nicht vermeiden können, soll man auch nicht, aber nicht gerade den guten vorziehen.

    Die ersten Spaziergänge sollten eine Viertelstunde nie überschreiten. Überforderung ist krankheitsfördernd.

    Welpen schlafen in den ersten Wochen noch viel. Aber nie so viel, dass Sie nicht restlos bedient sein würden. Aber ihn in seinem körperlichen und psychischen Wachstum entwickeln zu sehen, ist ein Vergnügen, das nicht zu ersetzen ist und viel zu schnell vor sich geht.

    Sie haben die Entwicklung, was aus ihm wird, in der Hand. Sie übernehmen den acht bis zehn Wochen alten Welpen, sofern er schon beim Züchter verantwortungsvoll auf Menschen und Umgebung geprägt wurde, für weitere zwei Wochen in der entscheidenden Prägephase. Nützen Sie diese Zeit. Zeigen Sie ihm seine und Ihre Umwelt. So wird er mit Ihnen selbstsicher. Unnötig zu sagen, dass man für die Eingewöhnung des Welpen ohnehin Urlaub nimmt.

    Denn diese Zeit ist erstens Aktiv-Urlaub und zweitens ein Gewinn für die spätere Entwicklung. Wer jedoch zu wenig Zeit für einen Hund hat, und es kommt nie auf die Körpergrösse des Hundes an, der möge Tierfreund bleiben und so lange auf einen verzichten.

Er will lernen - mit Ihnen

  • Besuchen Sie mit ihm eine Welpenschule. Er lernt den Sozialkontakt und vor allem die Rangordnung mit anderen Hunden. Und sie lernen mit ihm. Solche Kontakte entscheiden über seinen Charakter ganz erheblich, ob daraus ein Angstbeisser wird oder ein Souverän. Welpe ist der Hund, bis er seine Zähne wechselt, das ist je nach Entwicklung verschieden, aber meist nicht vor dem vierten Monat. Spätestens zum sechsten Monat sind die spitzen Beisserchen endlich ersetzt und hoffentlich vollzählig. Dann ist er kein Welpe mehr, er wird Junghund. Denn dieser Beitrag war nur eine Anleitung für die ersten glücklichen, aber erschöpfenden Schritte.

    Ein Hund, der nichts lernen darf, bleibt ein dummer Hund. Spielen ist ein entscheidende Vorstufe. Spielen ist Lernen zum Überleben. Und spielen Sie mit ihm, lassen Sie ihn dabei nicht allein, denn beim Spielen, sogar dem Anpfiff und der Beendigung, da fängt der Kindergarten-Unterricht schon an.

    Hier zeigt es sich schon, wer der wahre Herr im Haus ist. Denn die Rangordnung ist eines der wichtigsten Regeln für das streng ordnungsliebende Gesellschaftstier Hund. Er muss nun in seinen Rang eingeordnet werden.

    Von Unterordnung gleich Unterdrückung spricht niemand, der einen selbstsicheren Hund will. Nur einen devoten Soldaten. Er muss die Regeln kennen lernen.

    Ein eingeordneter Hund ist immer auch ein zufriedener.
    Man darf sich nicht davon abhalten lassen, dass er ja noch so klein und so süss sei. Er wird Ihnen dann bald zeigen, was er davon hält. Er ist ja nicht doof. Wer ihn jedoch für doof hält, ist selber ...

Strafen?

  • Bitte bei Hunden nicht militant werden! Strafen kennen Tiere untereinander auch nicht. Sie weisen sich und andere zurecht. Die brutalste Strafe für Hunde - vor allem für Welpen - ist die Isolation von der Umwelt einschliesslich Menschen; die zweithärteste ist Trennung aus dem Rudel (ein-, meist ausschliesslich Menschen). Korrekturen im Hundesinne sind: Aus dem Spielplatz entfernen, Überschnauzenpacken - nicht zudrücken, nur packen, wie die Hunde es auch tun.

    Korrekte Verbotshörzeichen: „Nein!", am besten geknurrt „Nnnaaa!". Und immer unmittelbar, noch besser im Ansatz der „Untat". Zu spätes „Strafen" verwirrt den Hund, er verknüpft es nicht mehr mit dem Verbot.


    Am besten, man schaut sich das bei den Hundeeltern ab. Die können das. Wir streben doch an, unseren Hund wie bei Familie Wolf zu erziehen, weil wir diese Rangstruktur in seiner tierlichen Verständlichkeit bewundern. Haben Sie schon mal ein Elektroschockgerät bei einem Wolf gesehen?

    Haben Sie schon mal gesehen, wie erwachsene Wölfe sich gegenseitig verknuddeln? Aber dort sprechen sie mit ihrem ganzen Körper. Sie setzen ihn ein. Das hat man uns aberzogen. Lernen wir von den Hunden wieder eindeutige Körpersprache.

    Sie suchen sich ein absolut begehrenswertes Teil für den Welpen. Etwas, was er verflucht gerne hätte, oder was ihm als Spielzeug gerade das Liebste ist.

    Das nehmen Sie auf und tragen es so umher, dass es für den Welpen wahnsinnig interessant wird. Machen Sie das Spiel hundeverständlich, ach was - machen Sie einfach den Hund und gehen auf alle Viere runter, wenn es der Nachbar nicht sieht oder der Lebensgefährte.

    Noch besser: Sie nehmen wie eben ein Hunde-Rudelführer dieses Beutestück ins Maul. Das sieht dann für den Welpen aus wie im richtigen Wildhundeleben. Dann lassen Sie das gute Stück fallen.

    Der Welpe, wenn nicht ganz verdattert, wird es sofort haben wollen. Da fahren Sie ihn an mit einem böse geknurrten „Nnnaaa!" oder „Nnneein!" Ja nach Dialekt.

    Das Knurren ist dabei wichtig, denn das kennt er von seiner Mutter. Jetzt fängt es jedoch erst an. Das Bestätigen sie jetzt durch eine kleine Verbesserung der Lehrstunde: Sie krabbeln mit dem Teil, das Sie wieder aufgenommen haben, ein paar Zentimeter weg, der Welpe schaut sehr gierig, und lassen es so fallen, dass Sie wie scheinbar nachlässig mit dem Rücken zum Welpen gebückt sind.

    Sie schauen durch ihre Beine zu ihm, was er macht. Aber er darf dies nicht als Kontrolle erkennen. Er ist ja nicht blöd. Ganz versteckt. Mein Rüde hat sich dabei nicht mal umgedreht. Er hört ja besser.

    Dann krabbeln Sie weg vom Tatort, tun so, als interessiere Sie das Ganze nicht mehr. Haben aber alles unter Kontrolle. Der Welpe wird nun - viel vorsichtiger als beim ersten Versuch - herankriechen.

    Wenn sein Hals lang wird und der Fang schon geöffnet zum wegholen des Beutestücks, dann fahren Sie herum und - klar - Sie verknüpfen dies wieder mit dem Verbotshörzeichen „Nein!", das später ja ohne dieses bühnenreife Stück funktionieren soll. Knurren Sie, überwinden Sie sich.

    Es hilft nur dem Verständnis des Hundes, der Verbote nur dank Knurren kennt. Im Notfall durch Schnappen. Das ersparen wir uns aber, weil es bei unserem Gebiss zu lächerlich ist. Der Welpe ist vermutlich - wenn Sie es ernst genug gemeint haben - unter den Tisch geflitzt. Huch! Böse. Hm. Entweder verstärken und wiederholen Sie dies nochmal, oder Sie stehen auf, nehmen das Teil und - weg damit. Ende der Vorstellung.

    Wichtig ist auch dies als Lehre: Sie beginnen ein Spiel mit dem Welpen, und nur Sie beenden es. Damit dürfte die Rangfolge und -einordnung fürs Erste geregelt sein.

Spielen lernen

  • Noch einmal, auch wenn es langweilt, aber da wir Menschen kaum mehr spielen können, oder es durften:
    Spielen ist Anleitung zum Leben - bei Wildtieren: Überleben. Spielen ist nicht bloss Herumalbern.

    Etwas spielend beigebracht zu bekommen, ist nach wie vor die beste pädagogische Methode. Im Spiel kann der Welpe lernen, was zu weit geht, wer der Stärkere ist und der Schwächere. Gute Pädagogen unter erwachsenen Hunden lassen es zu, dass auch mal der Welpe „oben auf" ist, sie, die wirklich überlegenen, unterwerfen sich schon mal, damit der Welpe selbstsicher wird.

    Das wird bei den meisten jungen Hunden bei schwachen Erziehern, Dresseuren, heute noch falsch gemacht.

    Der Welpe bekommt nie das Gefühl, wie stark er sein kann. So werden Angstbeisser erzogen. Aber zum Schluss eines Raufspiels müssen immer Sie als „Sieger" hervorgehen. Damit klar bleibt, wer der Boss ist.

    Wenn ein Welpe, wie meist der Fall, keinen erfahrenen Hund als direkten Rudelgenossen zur Verfügung hat, dann müssen die menschlichen Rudelmitglieder diesen Lehrkörper darstellen.

    Und mit Körper meine ich wirklich die ausgeprägte Körpersprache, zu denen eben nur gesellschaftstüchtige Tiere fähig sind. Sie müssen sich anderen mitteilen. Damit der andere versteht, was gemeint ist, was man will oder nicht. Dazu gehören Bestätigung und Verbot, Vermeiden und Vortäuschen (Imponieren).

    Sie sind für ihn nicht Welpe, sie sind Rudelführer! Wenn Sie diese Rolle abgeben, wird er sie bald übernehmen, und Sie merken es später.

    Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Sie fangen sofort damit an, ein Spiel anzupfeifen, und es auch zu beenden: vom Boden wieder aufstehen und Spielzeug wegstellen. Sie bestimmen fortan die Regeln. So stellen Sie klar, wer hier der Boss ist. (Hier dürfen Sie es endlich sein, also tun Sie es.)

    Das geht alles ohne Gewalt. Haben Sie schon mal gesehen, wie ein Hund einen Welpen zurechtweist? Dazu braucht er keine Zeitung, keinen Stock, sondern den Überschnauzengriff. man kann dem Welpen auch mal über den Fang beissen , nicht zubeissen , nur gepackt, weil dies auch die Elterntiere so machen.

    Der Überschnauzenbiss kann später mit einem Überschnauzengriff mit der Hand ersetzt werden. Das verstehen die Hunde sofort. Und ein „Pfui", haben Sie das schon von einer Hundemutter gehört? Eben. Ich knurre meine Hunde heute noch an, tief grollend, ich zeige meine noch vorhandenen Zähne. Die Hunde verstehen.

    Seien Sie ein Souverän gegenüber ihrem Hund, spielen Sie mit ihm, aber nie gegen ihn. Höhere Lebewesen lernen früh und schnell.

    Also keine Ausreden Ihrerseits. Sie können dem Welpen schon in den ersten Tagen beibringen, dass er gemeint ist, wenn Sie seinen Namen rufen. Dazu klatschen Sie in die Hände, um durch dieses Geräusch seine Aufmerksamkeit zu erregen, und als Signal, dass es von Ihnen ausgeht, und sagen dazu seinen Namen.

    Kommt er dann auch noch rein zufällig zu Ihnen, verknüpfen Sie dies sofort mit einem „Hier". Wunderbar! Er hat Ihr Hörzeichen mit der Umsetzung verknüpft. Die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Und wenn Sie ihn unmittelbar danach loben und belohnen, haben Sie das Prinzip des Lehrens begriffen.

    Sitzt er dann auch noch vor Ihnen ab, wiederholen Sie den Ablauf mit einem „Sitz", wenn er sich gerade - noch zufällig - in diese Haltung bewegt. Noch schöner, ist ja fast die halbe Grundausbildung!

    Weil Sie es begriffen haben, wie man Hunden etwas biologisch beibringt. Denn die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Fürs erste. Denn nur die - auch für den Welpen - verständliche Wiederholung bestätigt und speichert ab.

Tierärztliche Erst-Versorgung

  • Am besten ist die erste Entwurmung der Welpen in der zweiten Lebenswoche und danach alle zwei Wochen, bis sie drei Monate alt sind.

    Anfangs soll die Mutter mitentwurmt werden. Später genügt eine Behandlung alle drei Monate, bis der Hund ein Jahr alt ist. Danach genügt eine halbjährliche Entwurmung. Die (weiteren) Entwurmungs-Termine sind jeweils eine Woche vor der jährlichen Impfung zu legen.

    Ihr Tierarzt wird das weitere Vorgehen und mit Ihnen über die fortlaufenden Impfungen sprechen. Lassen Sie den Kot mehrmals analysieren. Denn alle Welpen, die mehr als ihr Wohnzimmer sehen dürfen, riechen an allem, was hochinformativ für sie ist, und das ist auch der Auswurf anderer Lebewesen.

    Daher ist eine im Welpenalter sorgfältig abgestimmte Kot-, manchmal Blut-Analyse sehr wichtig für die weitere Gesundheit.

Das richtige Tragen und - wie lange

  • Nur der abgesetzte Welpe, also der ganz junge bis zu etwa acht bis neun oder auch mal bei grossen, schwerwachsenden oder gezüchtet kurzfüssigen Rassen bis zehn Wochen, darf oder soll getragen werden, wenn es über steile, haltlose oder gar durchsichtige Treppen geht oder sonstige Hindernisse. Natürlich auch ins und aus dem Auto. Denn dies beansprucht die Gelenke und Sehnen des Welpen zu sehr.

Andere typische Welpen-Eigenschaften

  • Das Nagen aller erreichbarer und schier unmöglich erreichbarer Gegenstände. Der Welpe hat bis zum allseits ersehnten Wechsel der spitzen Milchbeisser zum richtigen Gebiss einen unstillbaren Nagetrieb. Es treibt ihn im Kiefer, es juckt und - lebt eben. Das will abreagiert und beschäftigt werden.

    Geben Sie dem Welpen Ersatzobjekte statt teurer Kleidung oder Schuhe oder Möbelstücke oder Zeitungen oder Kloschüsselbürsten oder ...
    Kausteifen, kleinere Büffelhautknochen - angepasst an die Maulweite, und andere künstliche Gegenstände wird er vielleicht als Ersatz akzeptieren.

Gemeinsames Lernen in einer Welpenschule

  • Nicht vergessen, den Welpen in einer Welpenschule anzumelden! Denn für die weitere Sozialentwicklung ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der Welpe Kontakt mit allen Spiel(rauf)arten zu seinen Artgenossen erhält. Damit er gleich Rangordnungen und Sozialverhalten spielerisch kennenlernt. Sonst wird es später ernst.

    Leider ist nicht jede Welpenschule auch biologisch geschult. Überforderungen, Leistungsdruck und Unterordnungsdressur sind für alle Hunde unverständlich. Also von den Haltern abzulehnen.

    Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Denn der Welpe braucht vor allem Hundekontakt und Rangordnungsspiele. Dabei kann er auch an fremde Gegenstände; Geräusche und Menschen gewöhnt werden. Basis für seine spätere Entwicklung.

Quelle: Hundezeitung.de 2000

____________________________________________
Liebe Grüße Andrea & Spike & Maja & Balu


12.04.2011, 12:34
Profile Visit website   Personal Album
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 2 posts ] 

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 2 guests


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
© phpBB® Forum Software • Designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums/DivisionCore. phpBB3 free Forum by UserBoard.org | All Rights Reserved.