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 Wir haben mal geklagt 
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Post Re: Wir haben mal geklagt
richtig bis auf ein paar Kleinigkeiten.
Ralf kaufte den Hund nicht---er wurde , wie oben beschrieben übergeben. Der Besitzer wollte kein Geld, er wollte Rowdy loshaben.

Rowdy zeigte natürlich Auffälligkeiten, aber nicht so gravierend, das man ihn als gefährlich hätte einstufen müssen.Rowdy war Anfangs ein sehr unsicherer Hund. Und natürlich reagierte er auf bestimmte Dinge wie Stöcke, schnelle Armbewegungen stieg die Leine steigen und bellte. Das legte sich nach ein paar Wochen.
Er zeigte später , nachdem er sich bei Ralf eingelebt hat seinen Beschützerinstinkt.
Der Wesenstest wurde als nicht bestanden eingetragen, weil der dritte Teil (Hausbesuch) nicht absolviert wurde. Allerdings wurde eingetragen, das Rowdy die ersten beiden Teile bestanden hat.

Rowdy wurde nicht gesucht! Er wurde gejagt!
Die Polizei wurde benachrichtigt, wo Rowdy gesichtet wurde. Es bestand immer Sichtkontakt zu Rowdy und es währe ein leichtes gewesen, Ralf einfach zu erlauben sich seinen Hund zu nähern, ihn anzuleinen und fertig.
Dieses wurde ihm untersagt. Selbst als Rowdy versuchte sich seinem Herrchen von allein zu nähren, wurde seitens der Polizei und Ordnungsamt vorgerückt und Rowdy blieb nichts anderes, als wieder davon zu laufen. Er schwamm sogar durch die Werra und suchte nach einem Weg nach Hause, denn er war mit Ralf nie im Stadtgebiet unterwegs. Es ist keinerlei Übertreibung meinerseits dabei---es gibt mehr als genug Zeugen, selbst Leute, die nicht so einen innigen Bezug zu Hunden haben, haben dies scharf kritisiert.

Du fragst wer da was unter den Tisch fallen lies?
Da wurde so ziemlich alles unter den Tisch gekehrt.
Frag mal meine Hundetrainerin Susanne Frank aus Ostheim---Sie ist eine kleine zierlich aber sehr resolute Person, die sich gut wehren kann, wortgewandt ist und sich auch in Fragen Wesenstest und Gesetzgebung auskennt. Sie ist heute noch fassungslos. Wir haben ab und zu noch Kontakt.Das Problem ist, dass eine Klage, der Prozess usw. so lange dauert.
Unabhängig davon, ist die besagte zweite Trainerin ebenfalls in den Fall involviert und kann alle Angaben, die ich hier mache bestätigen.


Du sagst, da hinkt was?
Da hinkt alles! Deshalb rede ich ja von Behördenwillkür und ich kann gut verstehen, warum Du einiges in Frage stellst. Weil dieser Fall einfach so unglaublich war und ist, das man es nicht glauben mag.
Ich telefonierte damals mit der Kangalnothilfe und schilderte den Fall. Ich dachte jetzt erklärt der Mann dich auch für verrückt. Er sagte dann nur, das er gerade in Sachsen einen Fall hat, der genau so verlaufen ist und das ich mich wundern würde, wie oft sowas passiert und man fast nichts dagegen tun kann, oder es dauert Jahre und kostet so viel, dass die Besitzer dies gar nicht stemmen können. Eine schnelle Hilfe für die betroffenen Hunde ist fast ausgeschlossen.

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Liebe Grüße Kerstin


06.03.2019, 07:54
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Post Re: Wir haben mal geklagt
Wenn Du einen Facebookaccount hast,kannst Du bei Tierschutzverein Meiningen Videos von Rowdy und die Beschreibung lesen.

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Liebe Grüße Kerstin


06.03.2019, 08:41
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Post Re: Wir haben mal geklagt
:greensmilies280: auch ein Frühaufsteher :greensmilies151:

du hast mich falsch verstanden..
ich meinte nicht das Seitens des Hundebsitzers etwas unter den Teppich gekehrt wurde, oder aber das du etwas übetrieben darstellst.

Grob zusammengefasst hat jemand ohne nennenswerten Grund zur Jagd auf einen Hund geblasen. Zur Verstärkung der Mannkraft wurde noch die Feuerwehr hinzu gezogen. Das die Einsätze von Ordnungsamt, Polizei und sogar noch Feuerwehr extrem kostspielig sind, ist bekannt. Nun stellte sich schon während der "Hundejagd" heraus, dass von dem Tier keinerlei Gefahr ausgeht. UND der Hundehalter zu nahezu jedem Zeitpunkt das Tier "unter Kontrolle" hätte bringen können. Somit ist erwiesen, dass die Einsätze hätten gar nicht, bzw. nicht in diesem Ausmaß hätten stattfinden dürfen. Tja, was nun? Da würden Köpfe rollen. Also macht man das, was man gemacht hat. Man spitzt die Sache weiter zu und hofft inständig das der Hundehalter mit der Situatin so überfordert ist, dass er still hält. Und das hat Ralf getan. Mehr unbewusst als bewusst. Was daran liegt, dass er Schreiben die er ins Haus bekam falsch interpretierte und sich hoffnungslos bis ängstlich verloren sah. Verständlich. Das sein Anwalt ne Pfeife ist, sei nur eine Randbemerkung. Natürlich hätte Ralf eine Prozesskostenhilfe zugestanden. (schwieriger im nächsten Schritt, nämlich seinen Hund zurück zu holen, wobei es auch hier Wege gegeben hätte)
Die ganze Geschichte spielte sich in der Innenstadt ab, zum dramatischen Ende kam sie in einer Wohnsiedlung. Eine derart hohe Zahl an Zeugen, wünscht sich so mancher..

Das der Richter/in die Rechtsprechung immer wieder aufschob, ist verständlich. Das Gericht hat Ralf nicht nur mit dem Zaunpfahl gewunken, man hat ihm den regelrecht über die Rübe gehauen. "Hundehalter mach deine Hausaufgaben, sonst bleibt mir nichts anderes übrig als..."

(Ja, die Prozesse dauern lang. Unser dauerte drei Jahre und war nicht derartig umfassend. Die Anwaltskosten richten sich nach dem Streitwert. Nur so als Randnotiz... wir hatten 620 Euro Hundesteuer pro Hund, Streitwert 620 Euro, Anwaltskosten = 90 Euro. Anders sieht es mit den Grichtskosten aus. Da sollte man also zusehen, dass man gewinnt :greensmilies009: )

So, nu muss ich mir den Tag mit Arbeit versauen.. no ja, man hat ja sonst nichts zu tun. :greensmilies009: have nice day

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06.03.2019, 09:37
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Post Re: Wir haben mal geklagt
Hat einer von Euch Erfahrung mit Hunden aus dem Tierschutz, die nicht gut versorgt werden und wo man sich überlegt, diese wieder zurückzuholen?
:kranbk:
Falls ja, schickt mir bitte eine PN!


13.06.2019, 12:32
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Post Re: Wir haben mal geklagt
Warum nicht öffentlich darüber schreiben.. ..also im allgemeinen, mein ich.

Schutzvertrag hat selten bis gar nicht vor Gericht bestand.. ..wild damit drohen, wäre evtl. eine Möglichkeit, Versuch macht klug.
Ansonsten bleibt das Veterinäramt. Wenn man gut mit denen kann, könnte man eine Beschlagnahme erzielen. Der Hund kann vom Vet.amt bei der Tierschützerin bis zur Klärung untergebracht werden. Zeigt das Vet.amt an, dass der Hund zurück muss, bleibt das Zivilrecht für die Tierschützerin.

So geschehen mit einer misshandelten Hündin 2012.
Zum Zivilprozess kam es nicht, der Halter knickte vor dem ein und überschrieb die Eigentumsrechte an der Hündin der "neuen Besitzerin".

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13.06.2019, 16:51
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