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 Die Dominanztheorie 
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Beitrag Die Dominanztheorie
Die gängigen Theorien zu den Themen Dominanz und Rangordnung stammen zumeist von ­Studien bei Affen, und wurden – wie wir jetzt wissen, fälschlicherweise – auf Mensch-Hund- und auch auf Hund-Hund-Beziehungen übertragen. Daraus haben Hundetrainer und -halter dann auch ihre naturgemäß ebenfalls falschen Schlüsse, Empfehlungen und Trainingsansätze abgeleitet, was sicherlich oftmals zu einer weiteren Verschärfung der Probleme geführt hat. Tatsächlich aber ist beim Hund mal wieder alles anders, denn Hunde sind anders – zum Glück! Wer bisher geglaubt hat, sein Hund ist gerade dabei, ihm den Rang abzulaufen und die Weltherrschaft zu übernehmen, weil er es sich auf der Couch bequem macht oder gar frisst, bevor der Halter sich den Bauch vollgeschlagen hat, kann sich jetzt beruhigt neben seinem Vierbeiner auf der Couch zurück lehnen. Im ­Folgenden versuchen wir mit alten Zöpfen und falschen Ansichten zum Thema Dominanz aufzuräumen und ­dieses Thema wissenschaftlich fundiert und auf den Caniden bezogen zu beleuchten.

Die Dominanztheorie - Mythos und Wirklichkeit
Die Sache mit der Dominanz
Das Wort "Dominanz" ist das auch heute noch am häufigsten verwendete Wort in der Hundeerziehung. Zieht ein Hund an der Leine, ist er "dominant". Drängt er als erster zur morgendlichen Gassirunde durch die Tür, ist er "dominant". Liegt er gar auf dem Sofa oder im Bett, ist er "dominant". Immer wenn ein Hund sich entgegen den Wünschen seiner Menschen benimmt, wird er auch heute noch von vielen "Experten" als "dominanter Hund" enttarnt, der einen höheren Rang in der Familie anstrebt.


Die Entwicklung der Dominanztheorie
Die Dominanztheorie wurde entwickelt, um die Beziehungen zwischen Mitgliedern organisierter Tiergesellschaften beschreiben, erklären und vorhersagen zu können. 1802 entdeckte Pierre Huber erstmalig Rangordnungen bei Hummeln. 1922 wurde dieses Modell von Schjelderupp-Ebbes auf Wirbeltiere angewendet. Seine Arbeit beschrieb das Sozialverhalten von Höhnern, die einfache, lineare Hierachien für den Sozialstatus bilden (die sog. "Hackordnung").

Seither haben viele Forscher behauptet, daß Dominanz ein Merkmal sozialer Beziehungen sei, und haben diese Theorie in Bezug auf weitere Tierarten untersucht. In Folge von Schwierigkeiten mit dieser starren bei Hühnern beobachteten "Hackordnung" auch die Beziehungen anderer Tiergesellschaften beschreiben zu können, mußten die Forscher die Dominanz-Theorie immer wieder anpassen, umformulieren oder anderweitig erweitern, damit die Dominanz-Theorie noch auf die von den Forschern gemachten Beobachtungen zutraf.

Als Ergebnis dieser jahrelangen Forschungen, Kontroversen und Debatten kommt es häufig zu Mißverständnissen und Verwirrung. Häufig diskutieren Wissenschaftler (und nicht nur die) die Dominanz-Theorie ohne eine präzise und klare Definition im Fokus zu haben, oder sie gehen möglicherweise auch von verschiedenen Definitionen aus. Widersprüchliche Versuchsergebnisse spiegeln vermutlich unterschiedliche Prämissen wider und fördern damit weiter duie Verwirrung, die die Dominanztheorie umgibt.

Wichtig anzumerken bleibt, daß bis heute immer noch keine Einigkeit darüber besteht, was "Dominanz" bedeutet [Drews, C. (1993). The concept and definition of dominance in animal behaviour. Behaviour 125(3-4), 283-313)]!

Eine weitere wichtige Grundlage für die Verbreitung der populäre "Dominanztheorie" war eine Studie über Wölfe von David Mech, die er in seinem Buch "The Wolf: Ecology and Behavior of an Endangered Species", welches er 1968 geschrieben und 1970 erstmals veröffentlicht hat. 1981 wurde dieses Buch dann als Taschenbuch nochmal veröffentlicht, und wird immer noch vertrieben, obwohl Mech selbst mittlerweile unzählige Male an die Verleger geschrieben hat, und darum bat, dieses Buch nicht mehr zu vertreiben, da die darin enthaltenen Informationen völlig veraltet und nicht richtig sind.

Die Dominanztheorie und ihre Auswirkungen auf die Erziehung unserer Hunde
Eines der gravierendsten Probleme der Dominanztheorie ist, daß die Theorie vom "Alpha-Hund" der sich gegenüber seinen "Untergebenen" immer und in jedem Fall durchsetzen muß - egal mit welchen Mitteln - 1:1 auf das Verhältnis des Menschen auf seinen Hund übertragen wurde!

In diesem Zusammenhang ist es wichtig festzustellen, daß es keine einzige wissenschaftliche Studie gibt, welche die "Dominanz" gegenüber dem Menschen beim Hund belegen würde!

Die Anwendung der Dominanztheorie in der Hundeerziehung mit ihren "Rangreduktions-Programmen" schafft jedoch mehr Probleme, als das sie lösen könnte. Menschen setzen gern "Dominanz" mit "Aggression" gleich, was dazu führt, das sie "dominant sein" als eher körperliche Überlegenheit interpretieren, die dann gegenüber dem Hund auch mit physischer Gewalt oder Mittel, die - isoliert und in anderen Zusammenhängen betrachtet - eher als "Psychoterror" durchgehen würden, durchgesetzt wird.

Der Glaube an die Richtigkeit der Dominanztheorie und ihrer Anwendung in der Hundeerziehung führt dann dazu, daß Menschen eine Menge - teils merkwürdiger - Dinge tun, um sich ihrem Hund gegenüber als "Rudelchef" und Rudelführer zu beweisen, und alles tun, um in ihrem heimischen "Rudel" der "Alpha-Hund" zu sein.

"Rangreduktions-Programm"
Die "Dominanztheorie" wurde nunmehr seit Jahrzehnten auf Hunde übertragen und angewandt. Auswüchse wie der "Alphawurf", mit dem angeblich gegenüber dem Menschen "dominante" Hunde dann "behandelt" wurden, oder stunden- bis tagelanges ignorieren der Hunde bilden da nur die Spitze des Eisberges.

Weitere, beliebte - völlig unnütze und teils einfach nur lächerliche, teils aber auch schlichtweg gefährliche - Techniken zur sog. "Rangreduktion des Hundes", die dem Menschen den unbedingten "Alpha-Status" im "Rudel" sichern sollen sind:

-Den Hund niemals zu füttern, bevor man nicht selbst - vor den Augen des Hundes - etwas gegessen hat (und sei es nur ein "Pro-Forma-Keks"), denn der "Alpha" isst immer zuerst!
-Den Hund keinesfalls im Bett schlafen zu lassen, denn der "Alpha" teilt sein Lager nie mit Rangniederen!
-Dem Hund nicht zu gestatten, sic hoberhalb der Treppe niederzulegen, denn der "Alpha" beansprucht die höchst gelegene Stelle immer für sich!
-Dem Hund nie erlauben, im Eingangsbereich oder der Tür zu liegen, denn der "Alpha" beobachtet das Kommen und Gehen seines "Rudels", sonst niemand!
-Man sollte niemals über seinen Hund steigen. Statt dessen hat er aufzustehen, und dem "Alpha" den Weg freizumachen!
-Dem Hund nie gestatten, als erster durch die Tür zu laufen, denn der "Alpha" hat das Privileg als Erster zu gehen!
-Hunde sollen nicht an der Leine ziehen, denn das ist Dominanzverhalten. Nur der "Alpha"führt das Rudel an!
-Den Hund nie bestimmen zu lassen, wann ein Spiel beginnt oder endet, denn nur der "Alpha" kontrolliert das Spiel!
-Der Hund darf nie ein Beute-/Zerrspiel gewinnen, denn die Trophähe gewinnt immer der "Alpha"!

Ersparen Sie sich, und Ihrem Hund bitte diesen Unsinn, der ohnehin zu nichts weiterem führt, als Stress und Unruhe in das Zusammenleben mit Ihrem Hund zu bringen!

Hunde können ruhig vor ihren Menschen essen, und - wenn Mensch dies möchte - auch im Bett oder auf dem Sofa liegen, ohne daß es deswegen zu einer "Palastrevolution" kommt!

Ihr Bulldogge wird auch nicht gleich die Übernahme der Weltherrschaft anpeilen, nur weil Sie ihn bei einem Zerrspiel gewinnen lassen, und er stolz "wie Oskar" mit der Beute abwackelt! Im Gegenteil: Wenn sie beide kräftig gemeinsam mit dem Spieltau gezerrt und gekämpft haben (also gemeinsam die "Beute" erlegt haben), was spricht dagegen, daß Sie als souveräner Chef ihrem fleissigen Mitarbeiter großzügig einfach mal die "Beute" schenken, und dadurch durchaus im Ansehen Ihres "Mitarbeiters" steigen?

Und ein Hund der an der Leine zieht ist höchstwahrscheinlich kein bisschen "dominant"! Vermutlich hat er es einfach nur eilig (wenn er dieses Verhalten nicht ständig zeigt), oder er hat einfach nur noch nicht gelernt, ohne Ziehen an der locker durchhängenden Leine zu laufen (dies ist wohl mit Abstand die häufigste Ursache für "leinenzerrende Hunde")!

Lassen Sie sich bitte auf keinen Fall von irgendwelchen "Experten" dazu verleiten, Ihren Hund zur "Rangreduktion" mit dem sog. "Alpha-Wurf" / "Alpha-Rolle" oder durch schmerzhaftes Ziehen an den Lefzen zu "therapieren". Diese "Techniken" sind brutal und sind völlig überflüssig! Sie machen den Hund hingegen häufig ängstlich - oft gegenüber dem Besitzer - und führt unter Umständen zu einer Eskalation der Aggression, weil sich der Hund von seinen eigenen Menschen (zu Recht!) angegriffen fühlt, und um sein Leben kämpft!

Die Veröffentlichung "Dominance in domestic dogs - useful construct or bad habit?" (Dominanz bei Haushunden - nützliches Modell oder schlechte Angewohnheit?) belegt, daß Hunde nicht davon motiviert sind, ihren Platz in der Rangordnung ihres Rudels zu behaupten, wie viele bekannte Hundetrainer das leider immer noch predigen.

Dr. Rachel Casey, Leiterin der Abteilung "Companion Animal Behaviour and Welfare" der Bristol University, sagt: "Die pauschale Annahme, daß jeder Hund durch ein inneres Verlangen zur Kontrolle von Menschen oder Hunden getrieben wird, ist, offen gesagt, lächerlich. Dies unterschätzt in großem Maße die komplexen kommunikativen Fähigkeiten und Lernbereitschaft von Hunden. Diese Annahme führt ebenso zu aversiven Trainingstechniken, was den tierschutzrelevant ist und aktuelle Verhaltensprobleme auslöst."


Die Dominanztheorie ist ein "alter Hut"
David Mech versucht seit Jahren - bislang offenbar leider vergeblich - die weitere Verbreitung seines selbst als Fehlers erkannten Beitrags zur "Dominanztheorie" zu stoppen. Lt. Mech ist das Konzepts des "Alpha Wolfs", welche beinhaltet, daß die Individuen eines Rudels ständig untereinander und miteinander konkurrieren, um selbst "Alpha" zu werden, schlicht und ergreifend falsch.

Die seinerzeit gemachten Beobachtungen wurden an einzeln gefangenen Wolfs-Individuen, die man wahllos in räumlich begrenzte Gehege gesperrt hatte, und die keinerlei verwandschaftliche Beziehungen zueinander hatten, gemacht worden, und niemals an freilebenden Wolfsrudeln. Freilebende Wolfsrudel sind aber - im Gegensatz zu den beobachteten Gehegewölfen - immer auch Familienverbände, die aus den beiden Elterntieren und ihrem Nachwuchs aus mehreren Jahren bestehen.

Jeder Mensch wird einsehen, das es somit eine ganz natürliche "Hierachie" gibt, die - wie in einer menschlichen Familie auch - nicht ständig durch "Machtkämpfe" geklärt werden muß: Die erfahrenen Alttiere führen das Rudel mit ihrer natürlichen Autorität und Kompetenz unangefochten an (genau wie menschliche Eltern auch ihre Familie "anführen"), während die älteren Jungtiere lediglich die jüngeren Geschwister dominieren, und diese auch betreuen (z.B. wenn der Rest des Rudels jagen geht).

In solchen natürlichen Wolfsrudeln verlassen einige der geschlechtsreifen männlichen und weiblichen Wölfe dann irgendwann ihr Rudel, suchen sich einen Partner und gründen dann ihr eigenes Rudel. Hier sind dann natürlich auch keine "Rangkämpfe" um das "Recht zur Fortpflanzung" notwendig! Andere erwachsen gewordene Wölfe bleiben noch bei ihrem Familienrudel, und pflanzen sich dort durchaus auch als "subdominante" Weibchen/Männchen fort.

In Krisenzeiten, und wenn das Futter knapp ist, werden in Wolfsrudeln übrigens zuallererst die Welpen mit Nahrung versorgt. Denn sie sind die wichtigste Investition in die Zukunft für das Rudel! Es ist also keineswegs so, daß "immer die Alphas" zuerst essen, und die "unterlegenen" Wölfe ständig wegbeissen, wie uns die "Dominanztheorie" ebenfalls weismachen will...

Wer "dominiert" wen?
"Dominieren" kann ein Hund übrigens demzufolge auch bestenfalls andere Hunde, aber nicht seine Menschen. Denn eine wie auch immer geartete "Dominanz" wird Mech's Erkenntnissen zufolge immer nur artintern ausgelebt. Ein Hund aber ist ein Hund, und ein Mensch ein Mensch. Menschen und Hunde - auch wenn sie im selben Haushalt leben, bilden KEINE gemeinsame Art! Und nein, unsere Hunde sind nicht so dumm zu denken, daß wir Menschen nur "merkwürdig aussehende Hunde" wären!

"Dominanz" hat immer auch etwas mit Ressourcenkontrolle zu tun. Schon allein aus diesem Grund sind wir Menschen hier klar im Vorteil!

-WIR bestimmen ob, wann und was sie zu essen bekommen.
-WIR bestimmen wo sie schlafen/leben sollen,
-WIR bestimmen ob, wann und wo sie nach draussen dürfen...

Für mich sieht das eher danach aus, als ob WIR es sind, die unsere Hunde dominieren, und NICHT umgekehrt.

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Liebe Grüße Andrea & Spike & Maja & Balu


02.01.2013, 09:47
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Sehr schön bei John Bradshaws "Hundeverstand" nach zu lesen. Und was mir am meisten daran gefällt: im Gegensatz zu vielen Hundetrainern und jenen, die glauben, dass sie es sind, wird in dem Buch alles wissenschaftlich belegt bzw. widerlegt.


02.01.2013, 17:43
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Leider gerade die, die es lesen sollten.... lesen es nicht.

Muss ich mal weit ausholen, aber ich denke, genau diese blödsinn ( und natürlich die hirrsinnige "Liste") ist der Grund, warum die deutsche Tierheime so brocken voll sind. :greensmilies015:

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Liebe Grüße Andrea & Spike & Maja & Balu


02.01.2013, 19:46
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Mir ist es jetzt ein bisschen viel zu lesen,mache ich mal morgen.. :greensmilies036:

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Früher hatte ich Zeit und Geld,heute habe ich einen Hund!


02.01.2013, 22:38
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Zitat:
Weitere, beliebte - völlig unnütze und teils einfach nur lächerliche, teils aber auch schlichtweg gefährliche - Techniken zur sog. "Rangreduktion des Hundes", die dem Menschen den unbedingten "Alpha-Status" im "Rudel" sichern sollen sind:

-Den Hund niemals zu füttern, bevor man nicht selbst - vor den Augen des Hundes - etwas gegessen hat (und sei es nur ein "Pro-Forma-Keks"), denn der "Alpha" isst immer zuerst!
-Den Hund keinesfalls im Bett schlafen zu lassen, denn der "Alpha" teilt sein Lager nie mit Rangniederen!
-Dem Hund nicht zu gestatten, sic hoberhalb der Treppe niederzulegen, denn der "Alpha" beansprucht die höchst gelegene Stelle immer für sich!
-Dem Hund nie erlauben, im Eingangsbereich oder der Tür zu liegen, denn der "Alpha" beobachtet das Kommen und Gehen seines "Rudels", sonst niemand!
-Man sollte niemals über seinen Hund steigen. Statt dessen hat er aufzustehen, und dem "Alpha" den Weg freizumachen!
-Dem Hund nie gestatten, als erster durch die Tür zu laufen, denn der "Alpha" hat das Privileg als Erster zu gehen!
-Hunde sollen nicht an der Leine ziehen, denn das ist Dominanzverhalten. Nur der "Alpha"führt das Rudel an!
-Den Hund nie bestimmen zu lassen, wann ein Spiel beginnt oder endet, denn nur der "Alpha" kontrolliert das Spiel!
-Der Hund darf nie ein Beute-/Zerrspiel gewinnen, denn die Trophähe gewinnt immer der "Alpha"!

Ersparen Sie sich, und Ihrem Hund bitte diesen Unsinn, der ohnehin zu nichts weiterem führt, als Stress und Unruhe in das Zusammenleben mit Ihrem Hund zu bringen!



Ich finde diesen Bericht interessant.
Also ich habe in all diesen Punkten verloren. Also zumindest bei Gusti. Im Bett schlafen beide. Gusti sogar manchmal auf meinem Bauch.
Das Thema Leinenführigkeit erledigt. :021:
Ich erziehe meine Bully´s wie meine Kinder - mit liebevoller Konsequenz.
Meine beiden können ihr Leben in vollen Zügen genießen. Bei Emily und Gustav besteht dieses sowieso nur aus Vollgas.
Aber sie wissen ganz genau das wir die Entscheidungsträger sind. :greensmilies045:

LG Kiki

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LG Kiki, Emily & Gustav
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03.01.2013, 07:45
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
kiki hat geschrieben:
Im Bett schlafen beide. Gusti sogar manchmal auf meinem Bauch.
Das Thema Leinenführigkeit erledigt. :021:
Ich erziehe meine Bully´s wie meine Kinder - mit liebevoller Konsequenz.
Meine beiden können ihr Leben in vollen Zügen genießen. Bei Emily und Gustav besteht dieses sowieso nur aus Vollgas.
Aber sie wissen ganz genau das wir die Entscheidungsträger sind. :greensmilies045:

LG Kiki

genau so sehe ich das auch
ich hatte zwei verschiedene Hundetraiiner mit unterschiedlichen Methoden
ich habe mir von Beiden die bessten Tips für die ganz normale kleine Hundeerziehung herausgepickt und bin damit gut gefahren :013:
Ich möchte einen Hund als Familienmitglied und keinen Soldaten.
Die Grundregeln gehen gut und sie haben mit Spaß gelernt und vor allem haben wir Spaß zusammen :013:

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Liebe Grüße Kerstin
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03.01.2013, 08:52
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Aber das Beispiel mit an der Leine ziehen - das hat für mich nichts mit Dominanz zu tun sonder mit schlechter Erziehung.... :greensmilies045:

Ich mag es auch nicht wenn meine Hunde an der Leine ziehen oder wenn sie im Bett schlafen würden - aber nicht weil ich glaube dass sie dann die Weltherrschaft an sich reißen würden.

Wenn man seinen Hund erzieht und ihm Grenzen zeigt dann hat das für mich nichts mit "Alpha" zu tun sondern trägt zum harmonischen miteinander bei... so sehe ich das....

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03.01.2013, 11:43
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Das Problem bei den Hundetrainern ist halt, dass die falschen Methoden kurzfristig zum Erfolg führen. Man kann einem Hund "normal" in Wochen/Monaten "Leinenführigkeit" beibringen oder mit dem Stachler innerhalb von 2 Tagen. Auf den ersten Blick scheint klar welche Methode die schnellere und daher bessere Methode ist. Auf lange Sicht funktionieren negative Verstärker allerdings nicht und das sehen leider die wenigsten. Ein Bekannter von uns war mit der Stachler-Methode anfangs sehr erfolgreich. Allerdings war alles nach 6-8 Wochen wieder wie vorher und der Stachler musste wieder herhalten.

Ich würde immer wieder in eine Welpenschule gehen, aber nach der Juvelinen-Phase erziehe ich meinen Hund lieber selbst!


03.01.2013, 19:14
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
:012: da hhast Du wohl Recht Marcus, allerdings würde ichsolch einen Hundetrainer nicht akzeptieren.
Mit solchen Methoden würde ich nie arbeiten. Ich hatte gsd Trainer die zwar auf ganz verschiedene Art aber immer Gewaltfrei und mit positiver Verstärkung gearbeitet haben.
Es dauert zwar länger und macht mehr Arbeit der Hund und auch ich haben aber immer Spaß an der Sache.
Hundetrainer die Stachler usw. empfehlen sind für mich keine Hundetrainer :022:

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Liebe Grüße Kerstin
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03.01.2013, 20:32
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Tine hat geschrieben:
:012: da hhast Du wohl Recht Marcus, allerdings würde ichsolch einen Hundetrainer nicht akzeptieren.
Mit solchen Methoden würde ich nie arbeiten. Ich hatte gsd Trainer die zwar auf ganz verschiedene Art aber immer Gewaltfrei und mit positiver Verstärkung gearbeitet haben.
Es dauert zwar länger und macht mehr Arbeit der Hund und auch ich haben aber immer Spaß an der Sache.
Hundetrainer die Stachler usw. empfehlen sind für mich keine Hundetrainer :022:


Ganz verurteilen würde ich das nicht. Wenn die Besitzer völligst überfordert sind und es sich z.B. um einen 40 kg Hovawart-Mischling handelt kann es kurzfristig helfen um dann ein vernünftiges Training aufzubauen. Manchmal finde ich sogar solche Hundeschulen besser als garkeine. Die meisten Hunde, die ich kenne hören nicht wirklich gut. Ein gewisser Grundgehorsam sollte aber schon sein. Außerdem kann man einen Hund mit Sitz, Platz, Bleib etc. auch geistig fordern und man hat so eine schöne Win-Win-Situation.

Wenn man sich nicht intensiv mit Hunden bzw. seinem Hund beschäftigt ist man schnell versucht den vermeintlichen Fachleuten blind Glauben zu schenken. Beobachtet mal wieviele Hunde ihrem Besitzer mit straffer Leine voraus "eilen" das sind mehr als man denkt :greensmilies009:

Es gibt nichts schöneres als völlig sorgenfrei seinen Hund frei laufen zu lassen ohne Angst haben zu müssen, dass man in schwierige Situation geraten kann.


03.01.2013, 20:44
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Grade gelesen... toller Beitrag :greensmilies020:

Liebe Grüße
Andrea


23.09.2016, 18:05
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Beitrag Re: Die Dominanztheorie
Hmmmm differenzierte Betrachtung .... 90 % stimme ich zu einiges sehe ich anders! Ich musste im Studium Ethogramme anfertigen und rangniedere schlafen tatsächlich nicht an den beliebten, erhöhten Positionen. Dort dürfen sie nur hin wenn das "Königspaar"diesen Platz gerade nicht beansprucht. Sofa, Bett und strategisch gut zu belagernde Plätze waren bei meinen Hausbesuche sehr wohl ein Problem das oft verändert werden musste. Es gibt der wohl aufstrebende Hundepersönlichkeiten. Und wie ein Hund uns sieht könnte er uns nur selber verrsten. Das bleibt für immer graue Theorie. Es gibt nicht nur schwarz oder weiss in der Hundeerziehung. Aber definitiv Hunde die für Kumpelbeziehungen nicht geeignet sind..... mit denen hat man auf der Basis wenig Spass.


23.09.2016, 19:33
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