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 Tyson und die Leine 
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Beitrag Tyson und die Leine
Als Bullyneuling brauche ich wieder einmal Eure Hilfe. Mein Tyson ist inzwischen 2Jahre alt, wiegt 32kg und ist voller Saft und Kraft. Spaziergänge in der Natur von 90 Minuten ohne Leine d.h. mit rennen und toben schafft er locker. Leider habe ich nicht jeden Tag Zeit solche Spaziergänge zu machen und es sind "nur" vier mal 45 Minuten an der Leine. Nun jetzt mein Problem; mein Tyson zieht wie ein Pferd und ich kann ihn kaum bändigen. Erst nachdem er sich ausgetobt hat funktioniert es mit Leine. Ich glaube ich habe ihn zum " Spitzensportler" trainiert. Von angeblichen Hundeverstehen habe ich allerlei Tipps bekommen, die kamen für mich jedoch nie in Frage(Stachelhalsband, Würger) Auf der anderen Seite geht es so nicht weiter. Könnt Ihr mir helfen, oder trösten, dass Ihr mir glaubhaft versichern könnt, dass er z.B. mit 3 Jahren ruhiger wird.


17.11.2017, 11:51
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
Tyson hat geschrieben:
Spitzensportler" Von angeblichen Hundeverstehen habe ich allerlei Tipps bekommen, die kamen für mich jedoch nie in Frage(Stachelhalsband, Würger)


also Stachelhalsband, Würger und Co. gehen ja mal gar nicht und sind für ignorante Hundehalter, die sich die Arbeit nicht machen wollen, den Hund mit Geduld zu erziehen. sorry für diese Worte, aber das finde ich.... :böse:

Natürlich hat sich bei Tyson jetzt bestimmt schon eine "Normalitätsgefühl" der straffen Leine eingestellt. Trotzdem kann man das noch gut trainieren ---dauert halt ein bisschen.
Ich habe sofort die Richtung gewechselt, sobald die Leine straff war. konzequent und sofort. Die Hunde merken dann, das sie so auch nicht ans gewünschte Ziel kommen. Oder stehen bleiben und ihn " bei Fuß" rufen und erst dann weitergehen, wenn er den Befehl gehorcht. Sobald sich die Leine wieder strafft, das ganze von vorne.
Du kannst auch Leckerlies zur Hilfe nehmen. Nimm sie in die Hand und lass ihn immer in Höhe des Leckerlies(also nah am Bein) laufen. Belohne ihn, wenn es klappt. Es dauert natürlich ein bisschen und Du musst das wirklich konzequent machen, dann wirst Du sehen das er es lernt. Natürlich muss Deine Frau das ebenso handhaben. Das bedeutet viel Arbeit, gerade bei unseren ignoranten Bulldoggen.---aber das funktioniert. :greensmilies151: :greensmilies009: ein Versuch ist es Wert Wenn ich heute dazukomme drehe ich Dir mal ein Video. Wotan hat auch 31 Kg ---also weis ich wovon Du sprichst :greensmilies009: :greensmilies151:

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Liebe Grüße Kerstin
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18.11.2017, 09:52
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
ich habe noch was vergessen.
Es gibt viele Bulldogbesitzer die ein Geschirr nutzen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein Halsband für dieses Training besser ist.
Ist aber nur meine Meinung

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Liebe Grüße Kerstin
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18.11.2017, 13:08
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
Würger und Stachelhasband sind tierschutzwidrig und ich finde es toll, dass du diesen "Ratschlag" nicht angenommen hast!

Um dir vielleicht ein wenig Erleichterung zu verschaffen, Cyrus hat, als er noch jung und fit war, genauso gezogen. Ich hatte damals aber auch nur sehr schlechte Erfahrungen mit Hundeschule und persönlich bestellter Hundetrainerin gemacht. Da waren so "tolle" Ratschläge wie z.B. ausschließlich nur ein Halsband verwenden und sobald der Hund mit dem Kopf vor meiner Beinlienie ist einmal kräftig mit der Leine schnicken und ruckartig die Richtung ändern. Ich finde diese Art mit einem Hund umzugehen total grausam. Man kann dem Hund mit liebevollem Training so viel beibringen. Sie verstehen ja nicht was wir Menschen wollen.

Ich trainiere meine Hunde ausschließlich mit Geschirr. Fayne und Dala haben z.B. gar kein Halsband. Aber wie Kerstin schon geschrieben hat, das muss jeder für sich entscheiden. Ähnlich wie Kerstin es schon geschrieben hat, habe ich das mit Fayne geübt.
Wenn du ein Kommando aufbauen willst, dann musst du das zuerst in einer Umgebung ohne Ablenkung tun. Bei mir war das dann z.B. der Flur, der mega langweilig für den Hund ist. Ich habe zunächst ein Leckerli zwischen Zeige- und Mittelfinger geklemmt und sie damit gelockt "bei Fuß" zu gehen. Bei einem kleinen Hund eine perfekte Bauch-Beine-Po Übung für den Mensch :greensmilies151: Sobald sie "bei Fuß" ging, gabs permanent Leckerlis. Später hab ich das dann so weit ausgebaut, dass es heute reicht ihr nur das Sichtzeichen mit den Fingern ohne Leckerlis zu geben und sie läuft bei Fuß. Natürlich zieht sie aber auch mal an der Leine, wenn wir raus gehen und sie voller Erwartung ist nun durchs Feld rennen zu können. In solchen Situationen verlange ich dann auch nicht von ihr sich dermaßen zu kontrollieren. Permanent bei Fuß zu laufen ist für einen Hund auch anstrengend.
Draußen würde ich auch öfter anhalten und so lange verharren, bis Tyson sich zu dir umorientiert, anstatt nach vorne zu ziehen. Das heißt, sobald er von selbst die Spannung in der Leine löst (das kann am Anfang durchaus sehr lange dauern) würde ich ihn übertrieben loben. Damit er lernt, dass du auch noch da hinten existierst und es sich auch lohnt, sich zu dir umzudrehen. Denn dann gibt es was Leckeres. Es wird sicher nicht von jetzt auf gleich gelingen und viel Geduld und Konsequenz von dir abverlangen. Aber es lohnt sich.

Ansonsten finde ich die Arbeit mit einem Clicker oder Markerwort noch recht hilfreich. Sollte Tyson mal an der Leine laufen ohne zu ziehen, wird geclickt oder das Markerwort gesagt und er bekommt ein Leckerli. Das kann man auch zu Hause in langweiliger Umgebung üben. Du nimmst ihn zu Hause an die Leine, solange sie locker ist, clickst du das und er bekommt ein Leckerli. Dafür muss dein Hund aber erst den Clicker oder ein Markerwort kennen.

Habe mal spontan ein Video für das an lockerer Leine gehen gegoogelt:
https://www.youtube.com/watch?v=w_bc08mwoj4


18.11.2017, 21:17
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
:huhu:
Mein Ratschlag klingt einfach, braucht aber enorme Geduld bei der Umsetzung, es ist von
Hund zu Hund verschieden wie lange man so trainieren muss.
Bei einem total überdrehten permanent in der Leine hängenden Terrier-Junghund hatte
ich damit sehr guten Erfolg:
immer wenn der Hund zieht bleibt man stehen, es geht erst weiter, wenn er nicht mehr zieht.
Zieht er dann sofort wieder, bleibt man eben wieder stehen.
Dabei ist auch wichtig, dass man Ruhe ausstrahlt. Wenn der Hund anzieht immer ein ruhiges 'Nein' sagen.
Am Anfang kommt man so nicht weit bzw. immer nur in (sehr) kleinen Abständen. Bis der Hund versteht,
um was es geht.

Wichtig finde ich auch, dass der Hund dabei ganz klar erkennen kann, dass ich das Tempo vorgebe, nicht er.
Bei einem ausgewachsenen Hund hat es auch mit Respektlosigkeit zu tun, wenn er einen durch die Gegend
schleift, diese ist aber natürlich die Folge von mangelnden Vorgaben vom Menschen (der denkt oftmals:
der arme Hund hat so einen Bewegungsdrang - und lässt es in Folge einfach so geschehen).


20.11.2017, 19:24
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
Zwischenfazit
Vielen Dank für Eure Hinweise, sie haben mir sehr geholfen und bestärkt. Da ich offensichtlich einen recht intelligenten Bully habe, hat er recht schnell meine Botschaft verstanden. Immer wenn er zieht bleibe ich stehen ziehen ihn sanft aber bestimmt zu mir heran, wenn er dann bei mir ist, die Leine locker, gibt es von mir ein weiter und weiter geht es. Die Ausgänge klappen schon viel, viel besser und wir beide sind entspannter. Es klappt zwar noch zu hundert Prozent, jedoch ganz gut. Ein Besitzer eines Schäferhundes oder Labradors würde zwar noch mit dem Kopf schütteln, aber ich wollte keinen Hund, sondern einen Bully, mit dem ich immer wieder mal im entspannten "Gespräch" abkläre wer der Boss ist, das hat was. Also Fazit bisher, wir beide sind dran.


21.11.2017, 07:13
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
:greensmilies020: :greensmilies020: :greensmilies020:

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Liebe Grüße Kerstin
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21.11.2017, 09:20
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
:greensmilies280:

Das Problem kennen wir auch ... Lennox ist auch so eine Zugmaschine.. vorallem wenn er etwas tolles riecht!!
Wir machen das auch immer mit dem stehen bleiben aber das bringt leider auch nicht immer was. Seine Neugier ist dann oft einfach zu groß... :greensmilies093:

Neuerdings hat er sich auch angewöhnt Leute anzuspringen... letzte Woche hätte er beinahe der DHL Mann im Fahrstuhl zerlegt... Margo brauchte all ihre Kraft um das zu verhindern. Evtl. doch mal ne Hundeschule besuchen denn iwie wird das alles immer schlimmer :greensmilies158:


21.11.2017, 09:27
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Beitrag Re: Tyson und die Leine
Manche Hunde können mit der Methode des Stehenbleibens nichts anfangen. Sie brauchen die Bestätigung eines Alternativverhaltens. Hatte das mit Cyrus auch mal probiert und es hat nicht geklappt. Meine Hundetrainerin meinte, dass das mit Welpen in der Regel gut und relativ schnell funktioniert, das mit erwachsenen Hunden aber eher schwierig sei.
Ich bestätige jegliches Rückorientieren zu mir mit einem verbalen Lob und manchmal in Kombination mit einem Leckerli. Cyrus verträgt sich mit fremden Hunden nicht. Auf dem Hundeplatz geiferte er alle Hunde an und fixierte diese, auch wenn sie ihn überhaupt nicht beachtet haben. Bei ihm habe ich jegliche Rückorientierung zu mir extrem übermäßig gelobt und er zeigt dieses Verhalten immer stärker. Das heißt die anderen Hunde sind für ihn auf Entfernung immer uninteressanter, weil er gemerkt hat, dass es sich viel mehr lohnt, sich zu mir zu drehen und auf mich zu achten.


21.11.2017, 20:45
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