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 Leine geht gar nicht 
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Beitrag Re: Leine geht gar nicht
:greensmilies280:
Ich kenne dieses Problem auch. Charly läuft ja sowieso kaum, aber wenn wir doch
mal draußen sind, dann kommt es auch noch vor, dass es sich setzt und wartet,
bis andere Leute an uns vorbei sind oder er bleibt stehen und geht erst weiter, wenn
der Mensch mit dem Hund herangekommen ist. Und das mit der Richtung bestimmen
ist bei uns auch so, wenn ich merke Charly will nicht laufen, dann lasse ich ihn meist
dorthin gehen, wohin er mag, damit er sich wenigstens ein Stück bewegt. Ansonsten setzt er
sich gleich vor dem Tor auf seinen Hintern, stur eben.


10.08.2017, 16:32
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Beitrag Re: Leine geht gar nicht
Meinem Tyson versuchte ich drei Befehle zu verinnerlichen; Halt, Sitz und Hier. "In der Theorie" beherrscht er sie alle. Wenn aber etwas Interessantes zu sehen oder zu hören ist, ist alles vergessen, auch habe ich immer das Gefühl, dass er bei jedem Kommando erst überlegt ob es sich lohnt.
Was Bewegung und Spaziergänge angeht hatte ich mir schon gedacht als ich mir meinen Freund ins Haus holte, nimm ne EB und schon brauchst Du mit über 60 nicht mehr so viel laufen. Nun habe ich mir aus verschiedenen Gründen einen OEB/EB zugelegt. dieser Hund ist die Sportlichkeit in Person (habe schon 8kg Körpergewicht verloren). Als Welpe musste ich ihn bremsen, jetzt geht es raus in die Natur und er flitzt und tobt locker 1-1,5 Stunden pro Gassgang. Gestern waren wir in der Heide und ich träumte vor mir hin bis neben uns plötzlich ein Rudel Rehe stand. Ich hatte Angst um das letzte Reh, denn die ersten 15-20 Meter hielt mein Junge locker mit. Danach sind wir zum nächstgelegen Teich gegangen und mein Tyson hat in Ruhe abgebadet, einschließlich getaucht. Das war dann wieder wie ein Jungbrunnen und es ging spielend und tobend nach Hause. Um meiner Frau den zweiten Gassigang zu erleichtern( ich muss ja schließlich auch mal Geld verdienen) gehe ich schon morgens von 5.15 bis 6.00 mit ihm spazieren, er ist dann um 9.30 zur zweiten Rund nicht mehr so aktiv und meine Frau kann dann entspannter sein. Wenn ich dann Nachmittags und Abends die Runden drei und vier drehe ist er wieder voller Saft und Kraft und tobt wie ein Derwisch. Jetzt hoffe ich, dass er beim älter werden auch ruhiger wird, ich bin 63 und möchte nicht mehr bei Olympia mich am Geherwettbewerb beteiligen.


11.09.2017, 09:35
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Beitrag Re: Leine geht gar nicht
Tyson hat geschrieben:
Meinem Tyson versuchte ich drei Befehle zu verinnerlichen; Halt, Sitz und Hier. "In der Theorie" beherrscht er sie alle. Wenn aber etwas Interessantes zu sehen oder zu hören ist, ist alles vergessen, auch habe ich immer das Gefühl, dass er bei jedem Kommando erst überlegt ob es sich lohnt.
Was Bewegung und Spaziergänge angeht hatte ich mir schon gedacht als ich mir meinen Freund ins Haus holte, nimm ne EB und schon brauchst Du mit über 60 nicht mehr so viel laufen. Nun habe ich mir aus verschiedenen Gründen einen OEB/EB zugelegt. dieser Hund ist die Sportlichkeit in Person (habe schon 8kg Körpergewicht verloren). Als Welpe musste ich ihn bremsen, jetzt geht es raus in die Natur und er flitzt und tobt locker 1-1,5 Stunden pro Gassgang. Gestern waren wir in der Heide und ich träumte vor mir hin bis neben uns plötzlich ein Rudel Rehe stand. Ich hatte Angst um das letzte Reh, denn die ersten 15-20 Meter hielt mein Junge locker mit. Danach sind wir zum nächstgelegen Teich gegangen und mein Tyson hat in Ruhe abgebadet, einschließlich getaucht. Das war dann wieder wie ein Jungbrunnen und es ging spielend und tobend nach Hause. Um meiner Frau den zweiten Gassigang zu erleichtern( ich muss ja schließlich auch mal Geld verdienen) gehe ich schon morgens von 5.15 bis 6.00 mit ihm spazieren, er ist dann um 9.30 zur zweiten Rund nicht mehr so aktiv und meine Frau kann dann entspannter sein. Wenn ich dann Nachmittags und Abends die Runden drei und vier drehe ist er wieder voller Saft und Kraft und tobt wie ein Derwisch. Jetzt hoffe ich, dass er beim älter werden auch ruhiger wird, ich bin 63 und möchte nicht mehr bei Olympia mich am Geherwettbewerb beteiligen.



Ach Hartmut, ich musste mich jetzt erst mal ausschütten vor Lachen :greensmilies151: :greensmilies151:
ist aber nicht böse gemeint!
Als erstes, ist es völlig normal für einen Bulldog, das er immer erst überlegt, befor er einen Befehl ausführt.
Das ist sowas von bullytypisch. Bleib dran, ein Hund hört in der Regel erst nach 2 Jahren zuverlässig.

Du schreibst, Du wolltest eine EB, weil sie doch nicht gar so viel Auslauf brauchen wie andere Rassen, entscheidest Dich aber für die Sportausführung nähmlich eine OEB :greensmilies045:
Natürlich sind das viel agielere Hunde als ein EB. Somit wird es wohl noch etwas dauern, bis Tyson älter und ruhiger wird.(Natürlich gibt es auch unter den EB`s sehr agile Hunde.)
Vielleicht könnt Ihr ja auch ein paar Such-und Schnüffelspiele im Garten oder im Haus mit Tyson machen. Damit kannst Du einen Hund beschäftigen und auch gut auslasten. Oder Du besuchst eine Hundeschule, die Dir dann bestimmt auch noch Tips zur Auslastung geben können.
Bestimmt haben die anderen Forenmitglieder auch noch den einen oder anderen Tip für Dich.

____________________________________________
Liebe Grüße Kerstin
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11.09.2017, 10:55
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Beitrag Re: Leine geht gar nicht
:greensmilies280: Da hat das letzte Reh ja nochmal Glück gehabt :greensmilies119:
Was Du beschreibst (Energielevel und Erziehungsstand) ist finde ich normal für einen jungen Hund
in Tysons Alter (unabhängig von der Rasse).

Es stimmt allerdings nicht, dass EBs grundsätzlich Hunde sind, die nicht viel Bewegung brauchen und/oder
sich nicht gerne bewegen. Es gibt verschiedene Zuchtlinien, und da sind sehr wohl sehr aktive,
bewegungsfreudige Hunde dabei, die das auch körperlich ausleben wollen und können. Außerdem spielen
noch das individuelle Wesen und die individuellen Interessen eines jeden Einzelnen eine Rolle.
Und genauso wenig stimmt es, dass OEBs grundsätzlich die aktiveren, bewegungsfreudigeren Hunde sind.
Der OEB ist keine Rasse, sondern eine Mischform, es spielt also immer eine Rolle, was alles hineingemischt
wurde. Entsprechend gibt es auch da unterschiedliche 'Linien' - hat ein OEB zum Beispiel AB Standard Type-
Einschlag oder gar Terriereinschlag, können das extrem triebige und hochgradig aktive Hunde sein, die dann
allerdings auch so gut wie gar nichts vom Wesen und Charakter einer EB aufweisen, also im Grunde völlig
andere Hunde sind. Und es gibt zB Linien, wo die Ziele komplett auf Körpermasse ausgerichtet sind (man
findet viele Beispiele dafür über Google, zT grenzt das schon an Exotic Bullys...) - agil sind diese OEBs nicht
und können sie auch gar nicht sein.
Und auch beim OEB kommen die individuellen Eigenschaften zum Tragen - der sportlichst gebaute Hund
kann ein ruhiges, bewegungsunfreudiges Individuum sein.

Natürlich braucht keine EB Bewegung und/oder Auslastung wie ein Husky, ein Deutsch Drahthaar, etc. -
aber das wäre auch für die meisten OEBs unangebracht.

Ich denke es ist wichtig, immer das Individuum zu sehen, um Energielevel, Bewegungsbedarf und Freude an
körperlicher Aktivität einzuschätzen zu können und entsprechend auf den einzelnen Hund einzugehen.
Meine EB-Hündin war bis zu ihrem 5. Lebensjahr unglaublich aktiv, dann wurde sie langsam und stetig ruhiger.
Mehrstündiges Gassi kombiniert mit Spielrunden mit anderen Hunden war ganz normal. 1,7 km traben
war kein Problem -- aber nur, wenn es zur Eisdiele ging :ohoh:
Noch heute (8 1/2 Jahre) springt sie mir aus dem Stand auf Brusthöhe (meine Körpergröße ist 1,72 m),
das ist allerdings ein Ausnahmefall, denn sie macht solche Dinge nur, wenn sie einen Sinn darin sieht (da
sind wir wieder bei der Eisdiele...).
Einen einjährigen Labradorrüden im vollen Gallopp 'einfangen', indem man ihn verfolgt und sich an den
Stock hängt, den er im Maul trägt - kein Problem für Püppy (da war sie 6 Jahre alt, und das machte sie auch
nur, weil sie bemerkte, dass sein Frauchen verzweifelt hinter ihm her lief und ihn natürlich nicht erwischte).
Ich habe mich immer an ihr orientiert und orientiere mich auch heute immer an ihr, was die Strecken
und die Geschwindigkeit betrifft. Ich denke aber, als sie sehr jung war, hätte ich sie öfter bremsen sollen.
Mit meinem heutigen Wissensstand würde ich einen jungen Hund nicht mehr stundenlang mit anderen
Hunden spielen lassen. Püppy (und ich) hatten sehr großes Glück, dass sich das nicht in irgendeiner Weise
negativ ausgewirkt hat (Bewegungsapparat).
Heute ist sie sehr viel gemütlicher, aber immer noch gerne aktiv, ihrem Alter angepasst.
Sie ist aber definitiv ein Beispiel dafür, dass nicht jede EB 'kaum Bewegung' braucht.


11.09.2017, 18:18
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Beitrag Re: Leine geht gar nicht
Generell würde ich, wie Kerstin schon geschrieben hat, den Hund nicht nur mit Gassi gehen und körperlicher Aktivität auslasten. Gerade wenn Tyson dazu neigt zu jagen, wären Übungen für den Kopf sehr sinnvoll. Suchspiele, Intelligenzspiele etc. eigenen sich dafür gut.
Wie auch die Kondition bei dir wahrscheinlich seit der Anschaffung eures Hundes gestiegen ist, wird sie auch bei Tyson täglich durch die langen Gassirunden gesteigert. Irgendwann reichen ihm die jetzt schon vielen Stunden, die ihr mit ihm draußen seid vielleicht auch nicht mehr. Aber zumindest Hut ab, dass ihr so viel mit ihm unternehmt :greensmilies020:

Bei uns in der Hundeschule wird z.B. ein spezielles Anti Jagd Training angeboten. Die Teilnehmer schaffen es durch intensives Training den Hund, selbst beim Anblick einer Gruppe Rehe oder weg springenden Hasen, noch abzurufen. Durch geeignete mentale Beschäftigungsaufgaben wird an anderer Stelle der Jagdtrieb befriedigt. Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe ein geeignetes Training? Es macht auch wahnsinnig Spaß mit seinem Hund daran teilzunehmen und neue Möglichkeiten zu entdecken, die ihr in eurer Gassirunde einbauen könnt.
Abgesehen davon wirst du ein großes Problem bekommen, wenn das Reh mal nicht schneller sein sollte, als dein Hund. Ich würde dir in Zukunft empfehlen in der Gegend, in der Wild vorkommt nur noch mit Geschirr und Schleppleine Gassi zu gehen und dazu noch mit 100% Aufmerksamkeit.

Bei meinen Hunden habe ich gemerkt, dass sie die Kopfarbeit viel mehr auslastet, als eine reine körperliche Aktivität wie das Gassigehen. Eine Stunde Hundeschule mit verschiedenen Übungseinheiten, vielen Eindrücken und der Hund lag den restlichen Tag in seinem Körbchen. Eine Stunde "nur" Gassi gehen und der Hund war nach einer Weile wieder fit und wollte mehr.


11.09.2017, 21:18
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