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 Was ist ein Nothund? 
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Beitrag Was ist ein Nothund?
Ein Englische Bulldogge ist kein Hund für nebenbei!

Es ist ein guter Gedanke, ein Tier aus dem Tierheim oder einer Notfallstation bei sich aufzunehmen und ihm damit eine echte Chance auf einen familiären Neubeginn zu bieten.
Für Nothunde ist es manchmal besser, schon Erfahrungen in der Bulldogghaltung zu besitzen. Genügend Geduld wird ohnehin vorausgesetzt.
Wenn Sie sich für einen Nothund entscheiden, so sollte Ihre Hauptmotivation darin bestehen, einem Tier ein schönes Zuhause und eine artgerechte Haltung zu bieten. Der Hund sollte die Trennung seiner Bezugsperson nicht nochmals durchleben und er sollte in Ihnen einen Freund fürs Leben finden.

Doch auch hier heißt es aufzupassen!

Nothunde können auf den ersten Blick sehr umgänglich erscheinen. Einige entpuppen sich aber im Nachhinein als überängstlich, da sie schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gesammelt haben, die erst in bestimmten Situationen unerwünschtes Verhalten auslösen. Die so vorgeprägten Tiere müssen zunächst wieder Vertrauen in die Menschen gewinnen. Gibt es auch viele Nothunde, die keinerlei Verhaltensprobleme haben.

Mit einbeziehen sollte der neue Besitzer auch, wenn er sich für einen Nothund entscheidet dass es sich auch gesundheitlich um eine „Wundertüte“ handelt.
Daher sollte abgeklärt werden ob der übernommene Hund geimpft, gechipt, entwurmt und kastriert ist.
Auch nach größeren gesundheitlichen Problemen sollte man Fragen so neigen Bulldoggen Rassen dazu Probleme mit den Augen zu haben (Cherry Eyes) und auch Atemprobleme können auf Grund der Anatomie vor kommen.
Die Cherry Eyes können durch eine OP behoben werden und es gibt die Möglichkeit einen Hund mit Atemproblemen zu operieren. Als Interessent sollte man erfragen ob eine dieser OP s schon vorgenommen worden ist, wen ja wo und wann.
Diese beiden Eingriffe sind nicht günstig und so sollte sich der zukünftige Hunde Besitzer überlegen ob er einen Hund adoptieren möchte dem ein solcher Eingriff bevor steht.
Ein weitere Besonderheit die unser Bulldoggen betrifft ist das sogenannte „Head bobbing“ ein Kopfzittern das ein epileptischen Anfall erinnert aber keiner ist. Genaueres dazu werden wir ausführlich in der Rubrik „Gesundheit“ erklären.

All dies soll Sie als Interessent eines Notbullys nicht abschrecken aber aufklären das eventuell auch der ein oder andre Tierarzt Besuch ansteht auf den man im ersten Moment gar nicht gefasst war.

Gut vorbereitet meistern Mensch und Tier die Umstellung

Wenn es möglich, man sollte den Hund zunächst einmal zu einigen Spaziergängen vom Tierheim/Pflegestelle abzuholen. Dabei kann das Verhalten des Hundes in verschiedenen Situationen beobachtet werden. Schrittweise ist eine Gewöhnung an Neues möglich und nach einigen Versuchen kann man besser einschätzen, ob der oder die Auserwählte sich im neuen Heim wohl fühlen wird und die Menschen den Umgang mit ihr/ihm bewältigen.

Beobachten Sie Ihren neuen Kamraden gut, denn aus seinem Verhalten können Sie häufig ablesen, worin ihm Sicherheit fehlt, die zu Abwehrverhalten führen kann.

Diese schrittweise Vorgehensweise ist auf jeden Fall einer vorschnellen Entscheidung für ein Tier vorzuziehen, das dann vielleicht nach der ersten Enttäuschung wieder im Tierheim abgeliefert wird.

Ständige Wechsel der Besitzer verunsichern ein Tier sehr und können sich für sein Leben lang traumatisch auswirken.

Viele Tierheime/Organisationen handhaben die Abgabe eines Tieres sehr vernünftig und stellen einige Bedingungen an die neuen Besitzer. Sie kontrollieren auch deren Einhaltung und vereinbaren teilweise sogar eine Probezeit. Das sind ideale Voraussetzungen dafür, dass das Tier am Ende wirklich einen guten und dauerhaften Platz bekommt und die neuen Besitzer mit ihm glücklich werden.

Wenn Sie sich für einen Nothund entscheiden, so sollte Ihre Hauptmotivation darin bestehen, einem Tier ein schönes Zuhause und eine artgerechte Haltung zu bieten. Der Hund sollte die Trennung seiner Bezugsperson nicht nochmals durchleben und er sollte in Ihnen einen Freund fürs Leben finden.

Eine reine Mitleidsentscheidung bringt dem Tier überhaupt nichts. Vielmehr sollten Sie dazu bereit sein Anfangsschwierigkeiten in Kauf zu nehmen und ggf. eine Nach- oder Umerziehung des Hundes zu bewältigen (bei verhaltensauffälligen Tieren ist dies keine leichte Aufgabe!). Der Einsatz dafür lohnt sich aber allemal, denn Nothunde haben meist eine ganz besonders enge Beziehung zu ihren Besitzern und sind aussergewöhnlich anhänglich und treu.


Fazit: An einem Nothund können Sie genauso viel Freude haben, wie an einem Tier vom Züchter. Sie sollten darauf gefasst sein, dass es zu Anpassungsschwierigkeiten kommen kann.

Das ist aber kein Grund, sich sofort wieder von dem Tier zu trennen

Autor: Andrea S.

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Liebe Grüße Andrea & Spike & Maja & Balu


25.06.2012, 21:15
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