Aktuelle Zeit: 24.01.2018, 02:29

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 1 Beitrag ] 
 Futterzusätzen 
AutorNachricht
Forum Admin
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 12362
Geschlecht: weiblich
Highscores: 1
Wohnort: Ansbach
Vorname: Andrea
Barfer: Ja
 Futterzusätzen
:012:

Über das Thema "Futterzusätze" wird viel diskutiert: Die einen sagen, man muss sie nicht zugeben, die anderen sagen, man muss es tun, da der Hund ansonsten Mangelerscheinungen erleidet.
Kurz: Es liegt im Ermessen jedes Hundebesitzers, ob er Futterzusätze für nötig hält.

Man sollte seinen Hund genau beobachten, um festzustellen, ob irgend etwas in seiner Ernährung fehlt. Ist hier eine Mangelerscheinung zu sehen, kann das durch gezielte Nahrungsergänzung korrigiert werden.
Ebenso wichtig ist es, seinen Hund gut einzuschätzen. Ein Hund, der z.B. Sport treibt oder viel Stress ausgesetzt ist, hat einen erhöhten Vitaminbedarf. Jungen, trächtigen oder kranken Tieren müssen bestimmte Nahrungsergänzungen zugefüttert werden.

Man sollte allerdings bedenken, dass man auch zu viel zufüttern kann.
Überdosierungen sind mitunter genauso schlimm wie Mängel.

Da gerade Haut, Fell, Köpfe oder Blut von Beutetieren viele Vitamine, Fette, Mineralien und Spurenelemente enthalten, viele Hunde jedoch selten bis nie die Möglichkeit erhalten, derlei zu fressen, ist einiges an Zusätzen mitunter schon sinnvoll.
Dazu kommt, dass die von uns verfütterten Nutztiere meist nicht in der freien Natur aufgezogen werden, sondern im Stall gehalten und mit billigem Industriefutter ernährt werden, was sich im Nährwert des Fleisches bemerkbar macht.


Hier eine Liste von Futterzusätzen, die mehr oder weniger häufig gefüttert werden können:

Algen
Meeresalgen sind reich an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Proteinen. Sie enthalten durchschnittlich zehnmal mehr Mineralien als frisches Gemüse, sind sehr reich an den Spurenelementen Iod, Kupfer und Zink - wichtig für Schilddrüsenfunktion, Haut, Fell, Wachstum - und enthalten alle wichtigen Aminosäuren. Meeresalgen sind außerdem eine gute Calciumquelle.
Algen können bei Darmproblemen, Durchblutungsstörungen, Iodmangel, Arthrosen und Hautproblemen eingesetzt werden.


Apfelessig
wird eine Menge positiver Eigenschaften nachgesagt. Seine Zusammensetzung besteht aus Wasser, Essigsäure und einigen Mineralstoffen (v.a. Kalium). Ansonsten beinhaltet er kaum noch weitere nennenswerte Inhaltsstoffe. Apfelessig soll dem Körper bei der Entgiftung und Entschlackung helfen. Weiterhin wird ihm nachgesagt, den Bakterienhaushalt zu regulieren und die Verdauung zu fördern. Ob man Apfelessig nun an den Hund verfüttert oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Es wäre jedoch ratsam, ihn mit Wasser zu verdünnen (und eventuell mit Honig zu süßen), da er sehr sauer ist und viele Hunde den Geschmack furchtbar finden.

Blütenpollen
In Blütenpollen sind mehr als 50 Vitalstoffe enthalten, u.a. Eiweißstoffe, Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, hochwertige Kohlenhydrate, antibakteriell wirkende Stoffe, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Hormone, Lecithin und ätherische Öle.
Sie setzen Energie frei, unterstützen das Immunsystem und können eventuell bei Allergien helfen.
Blütenpollen sollte man kurweise geben.

Grünlippmuschelextrakt
wird bei vielerlei Beschwerden eingesetzt, so z.B. bei Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Spondylose, Hautproblemen, bei Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und bei vielen weiteren Beschwerden.
Im Veterinärbereich erfolgt der Einsatz von Grünlippmuschelextrakt-Präparaten häufig prophylaktisch. So wird bei Hunden etwa der Aufbau der Gelenkknorpel, eine optimale Skelettentwicklung und die Stabilität der Bindegewebe (Bänder und Sehnen) gefördert.
Kurmäßig eingesetzt führt es zur allgemeinen Vitalitätssteigerung, dient dem Stressabbau und trägt zur Stoffwechselaktivierung bei. Weitere Einsatzbereiche sind Verdauungsstörungen und Hautkrankheiten sowie Allergien.
Im Rahmen von Behandlungen bei schmerzhaften Erkrankungen wie z.B. Arthrose oder HD kommt insbesondere die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zum Tragen.
Die Inhaltsstoffe (Glukosaminglykane, Omega-3-Fettsäuren und Kieselsäure) der Grünlippmuschel können den Körper beim Aufbau von Bindegewebe, Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit unterstützen. Durch den hohen Gehalt an Glukosaminglykanen gilt die Grünlippmuschel als wertvoller natürlicher Gelenknährstoff. Durch den aufbauenden Einfluss auf die Gelenkschmiere mit verbesserter Elastizität wird der Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt, was einen knorpelregenerierenden Effekt zur Folge hat. Die vermehrte Gelenkschmiere führt zu einer besseren Pufferwirkung der Knochenenden, so dass die Funktionalität der Gelenke erheblich verbessert wird und Schmerzen deutlich nachlassen.

Hagebuttenpulver

Die Hagebutte hat einen extrem hohen Vitamin C-Gehalt. Die bisher höchsten gemessenen Werte erreichen 3500 mg Vitamin C/100 mg Frischsubstanz; 10 mal soviel wie bei der Schwarzen Johannisbeere und 50 mal soviel wie bei Zitrone oder Erdbeere.
Die Zugabe von Vitamin C ist beim gesunden Hund an sich nicht nötig, da sein Organismus es selbst produzieren kann. Ist er allerdings krank, viel Stress und Umweltgiften ausgesetzt, kann die vorübergehende zusätzliche Gabe von Vitamin C helfen, das Immunsystem zu stärken und hilft bei arthritischen Beschwerden. Vitamin C ist zudem notwendig für den Knorpel- und Knochenaufbau.
Vorsicht: Ein Überschuss an Vitamin C wird vom Körper über die Niere in Form von Oxalsäure ausgeschieden, was unter Umständen (besonders bei Vorbelastung) die Bildung von Calciumoxalatsteinen begünstigen kann.

Hefe/Bierhefe/Hefeflocken

Hefe ist ein natürlicher Calcium-Lieferant. Der Hund bekommt schönes Fell, und Hefe verhilft dem pH-Wert der Haut zu einem natürlichen Gleichgewicht.
Die regelmäßige Gabe von Bierhefe soll außerdem gegen Ungeziefer helfen.

Heilerde
Wölfe und Wildhunde nehmen auf natürliche Art und Weise Erde zu sich. Aus diesem Grund bietet es sich an, dem Hund hin und wieder Heilerde zu füttern. Sie enthält wichtige Mineralien und Spurenelemente.
Allerdings kann Heilerde auch die Nährstoffe aus der Nahrung binden! Daher sollte man sie mit Milchprodukten (z.B. Joghurt) zwischen den Mahlzeiten füttern.
Heilerde eignet sich sehr gut für durchfallkranke Hunde und solche, die Magen- und Darmprobleme haben (Blähungen, Enzündungen im Magen-Darm-Trakt). Außerdem ist sie ein sehr gutes Entgiftungsmittel - sie bindet Schadstoffe und leitet Toxine aus dem Verdauungstrakt aus.
Auch hier Vorsicht: Heilerde bindet auch die Wirkstoffe von Medikamenten, was bedeutet, dass eine Gabe von Heilerde gleichzeitig mit einer allfälligen Medikation nicht sinnvoll ist.

Honig
beinhaltet bis zu 12 Mineralstoffe und Spurenelemente, vor allem Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen, Kupfer und Mangan, bis zu 12 Fermente und bis zu 8 Vitamine (je nach Pollenanteil), bis zu 10 verschiedene Säuren, Cholin, inhibitorische Wirkstoffe, Flavonoide und bis zu 14 Aminosäuren sowie über 100 natürliche Aromastoffe und antibakterielle Substanzen. Einige seiner Inhaltsstoffe haben antibiotische Wirkung. Honig ist gut für den Verdauungstrakt und das Blut des Hundes und hilft außerdem bei Entzündungen.
Der Honig sollte aus einer biologischen Imkerei stammen und muss kaltgeschleudert sein, da die Hitze wichtige Vitamine zerstört.

Keime und Sprossen
eignen sich sehr gut, um sie unter das Gemüse zu mischen. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralien.
Sprossen von Hülsenfrüchten in rohem Zustand sollten nicht oder nur sehr sparsam verfüttert werden.

Kieselerde
enthält als wichtigsten Bestandteil Kieselsäure, die das Bindegewebe elastisch und funktionsfähig hält. Kieselerde übt einen positiven Einfluß auf Haut, Haare und Gelenke aus.

Knoblauch
ist ein natürliches Antibiotikum und Antiseptikum. Die antimikrobiellen Eigenschaften wurde in unterschiedlichen Studien festgestellt.
Knoblauch wirkt vorbeugend gegen Altersbeschwerden, ist blutreinigend und fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes. Die regelmaßige Einnahme von Knoblauch schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen.
Weiters wird dem Knoblauch nachgesagt, den Hund vor Ungeziefer (wie Flöhen und Zecken) zu schützen, da sein Geruch den Milchsäuregeruch überdeckt, auf Grund dessen sich die Parasiten ihren Wirt suchen.
Man liest immer wieder, dass Knoblauch giftig für Hunde sei:
Das stimmt, aber nur in sehr großen Mengen. Knoblauch ist weniger giftig als Zwiebeln. Bei Zwiebeln sollen Vergiftungserscheinungen angeblich erst ab einer Menge von 40g/kg Hund auftreten. Das wären für einen 35-kg-Hund 1,4kg Zwiebeln! Demnach müsste die Menge an Knoblauch, die zu Vergiftungserscheinungen führt, noch wesentlich höher sein.
Einem Hund von 20 bis 25 kg Körpergewicht kann man getrost 2 - 3 Knoblauchzehen pro Woche geben.

Kräutermischungen
Kräuter können eine gute Quelle für Mineralien und eine gute Vitaminergänzung sein.
Luzerne (Alfalfa) z.B. enthält die Vitamine A, B1, B6, B12, C, D, E, K1 und U, Beta-Karotin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Aminosäuren, und Spurenelemente. Alfalfa unterstützt ernährungsphysiologisch die Geweberegeneration, die Entgiftung, die Darmpflege, und die Erhaltung der Gelenke.
Kräuter mit starker Heilwirkung dürfen nur als Kur gegeben werden, um eine Gewöhnung des Körpers oder gar eine Überdosierung zu verhindern.
Siehe: Futterlexikon - IV. Kräuter

Nüsse

können sehr gut an den Hund verfüttert werden, da sie gesund sind und der Hund sie in der Regel sehr gerne frisst. Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Mineralien, Vitaminen und besonders an Eisen. Sie sind außerdem sehr gute Energielieferanten. Nüsse muss man vor der Fütterung selbstverständlich von ihrer Schale befreien und zerkleinern. Nur so können sie vom Hund verwertet werden.
Siehe: Futterlexikon VI. - Nüsse, Samen und Kerne

Öle
Im Fleisch sind genügend Omega-6-Fettsäuren vorhanden, daher sollte man dem Hund hauptsächlich Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt füttern. Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren sollten immer in einem ausgewogenem Verhältnis stehen, da sie als Gegenspieler wirken. Man sollte Öle wählen, die einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und einen niedrigen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren aufweisen.
Fischöl, Hanföl und Leinsamenöl haben den höchsten Prozentsatz an Omega-3-Fettsäuren.
Die Öle müssen kalt gepresst sein, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Kalt gepresste Öle sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Vitamin B. Sie nehmen in der Ernährung von Hund und Katze eine wichtige Rolle ein. Es sollte allerdings nie nur eine Ölsorte verwendet werden, sondern man sollte zwischen den Ölsorten wechseln, um dem Hund ein größeres Angebot an Fettsäuren zur Verfügung zu stellen.
Die innerliche Anwendung von Ölen hat sich insbesondere bei Haut- und Fellproblemen bewährt.
Siehe: Futterlexikon - III. Öle

Quellliteraturen:
Ernährung des Hundes” Zentek, Meyer
http://www.animal-vitality.ch
"Die Große GU Nährwerttabelle” GU Verlag


25.06.2011, 10:53
Profil Besuche Website   Persönliches Album
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software • Designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums/DivisionCore. phpBB3 Forum von phpBB8.de